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Markkleeberg Schulung für den Ernstfall
Region Markkleeberg Schulung für den Ernstfall
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17:55 29.03.2010
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Markkleeberg

Verantwortlich für Theorie und Praxis waren Referenten der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall (DWA). „Eine runde Sache, die wir bei Bedarf wiederholen“, schätzte Stefan Pietsch, Sachgebietsleiter Ordnung und Personenstand im Markkleeberger Rathaus, ein. Er hatte den Stein ins Rollen gebracht. Nach seiner Kursteilnahme im vergangenen Jahr meldete Pietsch die Verwaltung bei der DWA für eine zweitägige Inhouse-Schulung an. Der Verein wurde in der Folge des verheerenden August-Hochwassers 2002 vom Freistaat Sachsen mit der Weiterbildung beauftragt und wird vom Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft gefördert. „Nach dem Sächsischen Wassergesetz ist es Aufgabe der Kommunen, Hochwasserabwehrmaßnahmen zu planen und zu organisieren, sowie einen Wasserwehrdienst für den Ernstfall einzurichten. Allein 2008/09 nutzen deshalb 863 Personen die Möglichkeit einer Schulung“, berichtete Gerlinde Weber von der DWA. Veranstaltungsorte sind in der Regel die Flussmeistereien in Bautzen, Dresden, Torgau, Trebsen, Chemnitz und Eibenstock. „Ab 15 Teilnehmern kommen wir aber gern direkt vor Ort“, ergänzte Weber. „Auch wenn von der Pleiße dank des Rückhaltebeckens Stöhna nur eine geringe Gefahr ausgeht, sollten wir gewappnet sein“, betonte Pietsch, der oberster Deichläufer und im Besitz des Hochwasser-Handys ist. Schließlich könne Stark- und Dauerregen nicht nur an Fließgewässern zur Bedrohung werden. In Fachvorträgen wurden die Kollegen, unter anderem vom Bau-, Gewerbe-, Kultur- und Ordnungsamt sowie Bürgermeister Philipp Staude, in Rechte und Pflichten in hochwassergefährdeten Gebieten, Kommunikationswege, Objektschutz, Bau- und Verhaltensvorsorge sowie Deichaufbau und -verteidigung eingeweiht. Nach Theorie und Grundübungen in Sachen Sandsackstapeln und Errichtung eines Quick-Dammes – beides wurde in der Feuerwache West vermittelt –, galt es das Erlernte praktisch umzusetzen. Dass die Pleiße am Freitag mit einem Pegelstand von 1,20 Meter beinah Niedrigwasser aufwies, störte die Schulungsteilnehmer indes nicht. Bei strahlendem Sonnenschein und bester Stimmung wurden unter Anleitung von Holger Tobiaschek, Flussmeister in Torgau, sowie Diemo Trepte, Betriebsteilleiter Gewässerunterhaltung bei der Landestalsperrenverwaltung Sachsen, der Pleiße-Damm und das ehemalige Landwirtschaftsmuseum als potenziell bedrohtes Gebäude inspiziert.

Ulrike Witt

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