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Schutzwall gegen Lärm und Staub entsteht in Störmthal

Schutzwall gegen Lärm und Staub entsteht in Störmthal

Großpösna. Lange geplant war der Bau der Ortsumfahrung Störmthal. Deshalb sei der Baustart auch trotz der Hochwasserkatastrophe nicht verschoben worden, sagte gestern Sachsens Wirtschaftsminister Sven Morlok (FDP).

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Baustart für Ortsumfahrung: Die Knirpsenland-Kinder mit Rainer Förster, Jörg Stephanie, Sven Morlok und Michael Feist (v.l.) beim Spatenstich.

Quelle: André Kempner

Immerhin stelle die Umgehungsstraße ja auch eine Art Schutzwall dar, so Großpösnas stellvertretender Bürgermeister Jörg Stephani (CDU).

Margit Helas begleitet mit ihren Erzieherinnen und Kindern der Kita Knirpsenland aus Störmthal den Straßenbau schon seit den Grabungen der Archäologen. Für die Bauleute hatten sie gestern eigens ein kleines Programm vorbereitet. "Hi, ha, ho, jetzt sind wir alle froh", sangen die Kleinen angesichts des Baustarts. "Wir wissen, was Lärm bedeutet", so Helas. Die Kita liege direkt an der Ortsdurchfahrt, bekomme den ganzen Lärm mit. Gerade in der Mittagspause seien die lauten Laster schon sehr störend.

Ende nächsten Jahres wird es damit vorbei sein. Bis dahin soll die rund 3,4 Kilometer lange Ortsumfahrung beginnend nahe der Autobahnmeisterei nahe der A 38-Anschlussstelle nördlich vom Ort in mehreren Abschnitten östlich um den Ort führen und am Abzweig Oelzschau wieder auf die Straße Richtung Espenhain treffen. Rund neun Millionen Euro Kosten sind dafür veranschlagt, 75 Prozent davon trage die Europäische Union über das Efre-Förderprogramm für regionale Entwicklung, so Staatsminister Morlok.

Die Straßenbauverwaltung habe angesichts der Hochwasserkatastrophe überlegt, ob der Spatenstich durchgeführt werden könne, sagte Morlok. Anderseits gehöre die Ortsumfahrung zu den lange vorbereiteten Maßnahmen, es gebe Baurecht, auch die Firmen seien gebunden. Als Stötteritzer kenne er von seinen Fahrten nach Hause nach Terminen im Südraum zudem die Situation der Ortsdurchfahrt von Störmthal recht gut. Er hoffe, dass die neue Straße zu einer deutlichen Entlastung der Einwohner führe und zugleich die Voraussetzung schaffe für die weitere touristische Entwicklung der Region.

Durch die A38 und die künftige A72 werde der Verkehr in der Region Störmthal bestimmt nicht weniger, prophezeite Jörg Stephani in Vertretung der Großpösnaer Bürgermeisterin. Schon jetzt werde die Ortsdurchfahrt gerne als Abkürzung von Lastwagen genutzt. Die künftige Umgehungsstraße werde da für die Bürger zu einer Art Schutzwall, halte den Lärm und Staub des Verkehrs draußen, spielte er auf das Thema Hochwasserschutz an.

2005 bereits sei die Straße schon einmal fertig geplant gewesen, erinnerte er. Mt neuen Gesetzen zum Umgang mit der Natur sie noch einmal neu geplant worden. "Ich denke, wir haben jetzt einen guten Kompromiss gefunden für alle", meinte Stephani.

Wie berichtet, erhält die Trasse zwei Fledermausschutzwände an der Querung des Schlumperbachs. Geplant sind drei Brücken, zudem Regenrückhaltebecken, Staugräben und begleitende Wirtschaftswege. Laut Berechnungen der Straßenbauer wird die Ortsumfahrung künftig von 9000 Fahrzeugen am Tag genutzt, die alte Durchfahrt mit ihren teils schmalen Fahrbahnen und Kurven noch von etwa 900 Fahrzeugen am Tag.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 11.06.2013

Jörg ter Vehn

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