Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Markkleeberg Der Rundweg um den Cospudener See ist wieder frei
Region Markkleeberg Der Rundweg um den Cospudener See ist wieder frei
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:28 17.12.2015
Frank Dehnert, Christian Conrad und Gerd Pöthe (v.l.) auf dem neuen Abschnitt des Uferrundweges am Cospudener See. Quelle: André Kempner
Anzeige
Markkleeberg

Der Tagebausanierer Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbauverwaltungsgesellschaft (LMBV) hat am Montagmittag den bei Ausflüglern und Freizeitsportlern sehr beliebten Rundweg um den Cospudener See offiziell wieder frei gegeben. Anfang Juni war ein Wegstück am Südufer wegen Geländeeinbrüchen und Wasseraustritten aus Sicherheitsgründen gesperrt worden (die LVZ berichtete). Auslöser war die in Vorbereitung des Harthkanal-Baus notwendige Verdichtung des Kippenbodens mit Großgeräten zwischen Cospudener und Zwenkauer See.

„Nach dem erfolgreichen Abschluss der Rüttelstopfverdichtung nördlich der Autobahnbrücke und der Umsetzung der Großgeräte konnte das 300 Meter lange Wegstück wieder hergestellt und asphaltiert werden“, erklärte LMBV-Projektmanager Gerd Pöthe am Montag im Beisein von Strabag-Bauleiter Frank Dehnert. Angelegt wurde der Abschnitt entgegen der ursprünglichen Planung in Ufernähe auf aufgeschüttetem Gelände und einer mit Wasserbausteinen stabilisierten Böschung.

„Eigentlich sollte der Weg nördlich, in das bereits fertiggestellte Baufeld gezogen werden. Aufgrund des hohen Grundwasserstandes war eine Schüttung statisch unumgänglich“, erläuterte Pöthe. Der Vorteil: „Durch die angepasste Trassenführung sind für den Bau des Harthkanals in den nächsten Jahren nur noch geringe zeitliche Einschränkungen bei der Nutzung des Uferrundweges zu erwarten“, betonte der Fachmann. Die Schleuse und die Klappbrücke auf der Markkleeberger Seite könnten autark, ohne Auswirkungen auf den Rundweg gebaut werden. Das jetzt übergebene 300 Meter lange Stück ist im Grunde ein Interim, das nach Fertigstellung des Harthkanals samt Zuwegungen zurückgebaut wird.

„Uns hat die Sperrung eine Saison gekostet“, meinte Pier 1-Chef Christian Conrad. Er hatte die LMBV im Juni vor allem für ihre Informationspolitik heftig kritisiert. Allerdings räumte Conrad ein, dass seine Befürchtungen größer waren als der wirklich eingetretene wirtschaftliche Schaden für den Tourismus. „Einbußen hatten vor allem Radverleiher, die sind aber zum Teil an andere Seen ausgewichen. Viele Gäste haben aber massiv geschimpft. Jetzt machen sie ihre Buchungen für 2016 davon abhängig, dass der Rundweg offen ist“, berichtete er. Für die Saison 2015 zog Conrad ein überraschend positives Fazit: Mit 700 000 Gästen am See und 3432 Übernachtungen im Zöbigker Hafen wurde ein neuer Rekord aufgestellt.

Überraschend positiv gestaltet sich auch der Zeitplan für die noch laufende Bodenverdichtung auf Zwenkauer See-Seite. Trotz des von Anwohnern wegen Lärmbelastungen im Oktober durchgesetzten Nachtarbeitsverbotes könnten die Rüttelstopfarbeiten Ende Februar abgeschlossen werden, kündigte Pöthe an.

Von Ulrike Witt

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Mitte Januar nächsten Jahres sollen 90 Flüchtlinge in das ehemalige Ärztehaus am Gautzscher Platz einziehen. Der Unmut unter den Nachbarn ist groß. Das wurde am Freitagabend bei einer Einwohnerversammlung deutlich. Knapp 100 Bürger waren den Einladung von OBM Karsten Schütze (SPD) dorthin gefolgt.

16.12.2015

Zum Fahrplanwechsel am morgigen Sonntag nimmt der neue Markkleeberger Stadtbus den Linienbetrieb auf. Die 106 verkehrt künftig zwischen Großstädteln, Bahnhof Markkleeberg, Kanupark beziehungsweise Probstheida, montags bis samstags halbstündlich, sonntags stündlich.

14.12.2015

Deutschlands einzige niveaugleiche Kreuzung von Straßenbahn und Zugverkehr ist Geschichte. Zehn Tage nach Einstellung der Linie 9 zwischen Connewitz und Markkleeberg-West (die LVZ berichtete) haben die Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) den Rückbau der Gleiskreuzung in der Rathausstraße am Dienstagnachmittag abgeschlossen. Im Schrankenbereich fehlen jetzt knapp vier Meter Gleis. Verschwunden sind auch die Fahrleitungen bis zur Endstelle Körnerplatz.

11.12.2015
Anzeige