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Markkleeberg "Selbst wenn sie absteigen, bleiben wir ihnen treu"
Region Markkleeberg "Selbst wenn sie absteigen, bleiben wir ihnen treu"
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14:33 19.05.2015
Begeisterung pur: Scott Pitt, Florian Kirschbauer, Tom-Patric Kimmel, Jan Tramm und René Rudorisch (vorn von links) inmitten ihrer Fans. Quelle: André Kempner

Beim Kegeln wollen sie fachsimpeln und Spaß haben.

"Wenn uns Fans einladen, sind wir da. Wir leben doch von den Fans. Und wir Crimmitschauer können mit Stolz sagen, dass wir eines der bestbesuchten Stadien haben, auch wenn es sportlich mal nicht so läuft", sagt Geschäftsführer René Rudorisch. Der 35-Jährige hat vier Spieler mitgebracht: Jan Tramm, ein Nachwuchstalent im ersten Profi-Jahr, den Kanadier Scott Pitt, Florian Kirschbauer und Tom-Patric Kimmel. Den 23-Jährigen haben die Crimmitschauer vom Erstligisten Schwenninger Wild Wings ausgeliehen. Dass die Jungs gestern noch im badenwürttembergischen Bietigheim-Bissingen auf dem Eis gestanden haben und morgen schon das Heimspiel in Crimmitschau ansteht, wissen die Zwenkauer zu schätzen.

Früher haben die Crimmitschauer 25 Fanclubs gehabt, die meisten seien inzwischen aufgelöst. Nicht so der Zwenkauer: Die 20 Mitglieder fahren seit mehr als zehn Jahren zu jedem der 35 Heimspiele pro Saison, haben in der Heine-Kurve inmitten von 2000 Eishockey-Begeisterten ihren Stammplatz. Selbstverständlich sei diese Treue nicht, sagt Rudorisch, schließlich hätten die Zwenkauer die Leipziger Eisfighters sozusagen vor der Haustür. "Normalerweise teilen sich die Fans auf, Borna ist die Grenze."

Dass die Eispiraten nach der bislang erfolgreichsten Saison 2012/13 derzeit um den Klassenerhalt kämpfen, tut der Leidenschaft keinen Abbruch. Die Zwenkauer bangen mit und drücken die Daumen. "Selbst wenn sie absteigen sollten, bleiben wir unseren Eispiraten treu. Einer muss doch der Letzte sein und das ist ja auch immer eine Frage der Finanzen", sagt Grünert. Rund 85 000 Euro koste allein die Ausrüstung der Mannschaft, die Unterhaltung des Stadions komme dazu. "Da kann man sich nur junge Spieler leisten und die müssen erst Erfahrungen sammeln", zeigt er Verständnis.

Warum die Zwenkauer Eishockey lieben? "Das ist ein ehrlicher, körperbetonter Sport, bei dem es keine überbezahlten Schauspieler wie im Fußball gibt", sagt Grünert. Keine Frage, dass sich die Zwenkauer für ihre Gäste etwas besonderes haben einfallen lassen. Eine Torte in den Vereinsfarben Rot-weiß soll die Spieler stärken, damit der Puck beim nächsten Spiel das Tor des Gegners leichter findet.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 26.02.2014
Ulrike Witt

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