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Markkleeberg "Selbstverständlich ist der Unterricht gewährleistet"
Region Markkleeberg "Selbstverständlich ist der Unterricht gewährleistet"
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13:50 19.05.2015
Die einst gerühmte Medios-Ausstattung, wie hier in einem von zwei PC-Kabinetten in der Oberschule Markkleeberg, ist in die Jahre gekommen. Quelle: Ulrike Witt

Über sieben Millionen Euro flossen in das Vorzeigeprojekt, 75 Prozent davon als Fördermittel. Zehn Jahre und ein eingestelltes Verfahren später - der Freistaat sah Fehler bei der Vergabe und den Spenden zur Finanzierung der Eigenmittel (die LVZ berichtete) - läuft Medios, wie vom Kommunalen Forum Südraum Leipzig im September 2012 beschlossen, Ende Juli aus.

Die Stadt Markkleeberg steht nun, wie andere Kommunen auch, als Schulträger in der Pflicht. Das Problem: Die Technik ist total veraltet. "Wir haben die große Sorge, dass im neuen Schuljahr kein vernünftiger Unterricht mehr möglich ist", erklärte der Elternsprecher des Rudolf-Hildebrand-Gymnasium, René Weiße, dieser Tage der Verwaltung und den Stadträten in der Bürgerfragestunde. Er wolle wissen, wie es weitergeht.

"Selbstverständlich ist der Unterricht auf hohem Niveau gewährleistet. Die Ausstattung der Schulen hat für uns immer hohe Priorität gehabt und daran wird sich auch nichts ändern", betonte Oberbürgermeister Karsten Schütze (SPD). Allerdings könnten die von den sechs Schulen - Gymnasium, Oberschule und den vier Grundschulen Markkleeberg-West, -Mitte, -Ost und Großstädteln - eingereichten "langen Wunschlisten" nicht sofort abgearbeitet werden.

"Im ersten Schritt werden mit den im gerade verabschiedeten Haushalt eingestellten 428 400 Euro noch dieses Jahr die alten Computer komplett durch moderne Geräte ersetzt", erläuterte Sozialamtsleiter Wolfgang Heinze. Ausnahme sei die Grundschule Großstädteln, wo dies wegen der anstehenden Baumaßnahmen erst 2015 erfolge. Die Firma Netcon, die bis dato die Medios-Leitstelle im Landratsamt Borna betreibt, habe für die Stadt das Nachfolgekonzept auf Basis des Client-Server-Prinzips vorgelegt. Jede der Markkleeberger Schulen erhalte danach einen eigenen kleinen Server. "Das hat sogar einen Vorteil. Das System ist beliebig erweiterbar. Perspektivisch können die Schüler ihre eigenen Tablets und Laptops mit in die Schule bringen", so Heinze. Allerdings werde die Umrüstung wegen des späten Haushalts nicht bis September abgeschlossen sein. Die Stadt arbeite an einer Übergangslösung, wie diese aussehen wird, konnte Heinze noch nicht sagen.

Im zweiten und dritten Schritt würden ab 2015 die Wünsche der Schulen in Abhängigkeit von den finanziellen Möglichkeiten der Stadt bedient. Vorab müssten die Vorstellungen aber noch mit Fachleuten - Technikern und Finanzern - diskutiert werden, so Heinze.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 28.06.2014
Ulrike Witt

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