Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Markkleeberg Sichtschutzwald an der Deponie Cröbern wächst um weitere 10.000 Bäumchen
Region Markkleeberg Sichtschutzwald an der Deponie Cröbern wächst um weitere 10.000 Bäumchen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:50 14.04.2016
Endspurt mit vielen helfenden Händen: Insgesamt 10 000 Bäumchen spendierte der Autovermieter der Natur am Störmthaler See.
Anzeige
Grosspösna

Langsam aber sicher verschwindet die Deponie Cröbern am Störmthaler See hinter einem Mischwald. Auch Dank vieler Baumspenden. Am Mittwoch wurde der Abschluss einer weiteren gefeiert: Der weltweit größte Autovermieter Enterprise spendierte der Natur am See weitere 10.000 Bäumchen.

Deutschland-Chef Jim Strack und der für Ostdeutschland zuständige Manager Eustach von Wulffen legten zusammen mit Sachsens Waldkönigin Saskia I. und vielen Mitarbeitern selbst Hand an die rund vier Hektar große Fläche zwischen Deponie und See. Mit der Winterlinde kam der Baum des Jahres in die Erde, aber auch Flatterulmen und Spitzahorn wurden gesetzt. Insgesamt sollen auf der Mischwald-Fläche aber auch Traubeneichen, Hainbuchen, Vogelkirschen, Wildäpfel und -birnen stehen.

In den beiden Vorjahren hatte Enterprise bereits jeweils 10.000 Bäume in Wiedemar und im Erzgebirge spendiert, in Deutschland bislang insgesamt 80.000 Stück. Die Pflanzungen seien Teil der Initiative „50 Million Tree Pledge“ des Unternehmens, bei der seit 2007 weltweit 50 Millionen Bäume in 50 Jahren gepflanzt werden sollten, erklärte von Wulffen. Ein engagiertes Vorhaben, wie er selber befand: „Das heißt jeden Tag 2700 Bäume pflanzen, oder knapp zwei in einer Minute“, rechnete er vor. Ein Versprechen, das bislang auch gehalten wird: Laut des Autovermieters kam vor wenigen Wochen im englischen Hertfordshire der zehnmillionste Baum seit Beginn der Aktion in die Erde.

Schon 100.000 Tonnen Erde rangekarrt

Oliver Fritzsche, Landtagsmitglied (CDU) und Chef der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald in Sachsen, lobte das Engagement, das der nötigen Waldmehrung in Sachsen diene. Die Spende führe zu einer der größten Pflanzungen der Schutzgemeinschaft in diesem Jahr, die dabei wie immer auf die bewährte Zusammenarbeit mit der Stiftung für Wald setze.

Zu tun bleibt rund um die Deponie genug. In der Planfeststellung für die Rekultivierung der Lagerstätte sei ein rund drei Kilometer langer Sichtschutzwald mit etwa einhundert Meter Breite vorgesehen, so Thomas Beyer von der mit der Arbeit betrauten Mitteldeutschen Umwelt- und Entsorgungs GmbH (Mueg). Etwa ein Drittel der Fläche sei für die Rekultivierung fertig, auf der Hälfte davon wiederum sei bereits Wald gepflanzt.

Aktuell sei das Problem, den richtigen Boden für die Aufschüttung zu bekommen, erläuterte Beyer. Weil solche hochwertigen Substrate derzeit kaum zu haben seien, habe die Mueg sogar schon 100.000 Tonnen Erdreich aus dem Bereich Lützen herangekarrt. Dort sei das Material bei der Erweiterung einer Kiesgrube angefallen.

Rechnerisch werden drei Millionen Kubikmeter gutes Erdreich für die Rekultivierung benötigt. Zwischen zwei Meter und 50 Zentimeter schwanke die Dicke der Schicht, die aufgetragen werden muss, bevor darauf gepflanzt werden kann, so Beyer. Wegen des knappen Bodens würden an den dünnsten Stellen lediglich Sträucher und Büsche gepflanzt. Für den künftigen Mischwald sei aber mehr guter Boden nötig.

Von Jörg ter Vehn

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Längst ist die 7-Seen-Wanderung keine reine Markkleeberger Angelegenheit mehr. Das macht das Programm der Großveranstaltung deutlich, die in diesem Jahr vom 6. bis zum 8. Mai stattfindet und damit ihre 13. Auflage erlebt. Viele Touren beginnen und führen auch in den Süden des Leipziger Landes.

14.04.2016

Die „Kuhle“ in Markkleebergs Innenstadt, lange Zeit eine unschöne, brachliegende frühere Industrieanlage, soll nun bebaut werden. Im Moment laufen Baumfäll- und Aufräumarbeiten.

13.04.2016

Unbekannte haben in Markkleeberg (Landkreis Leipzig) Werkzeuge im Wert von mehr als 20.000 Euro gestohlen. Auf einer Baustelle wurden ein Bau- und drei Werkzeugcontainer aufgebrochen, wie die Polizei am Dienstag mitteilte. Hinweise auf die Täter gab es zunächst nicht. Diese hatten das Wochenende genutzt, um die Container auszuräumen.

12.04.2016
Anzeige