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Markkleeberg „Sie geben das Beste – Liebe“
Region Markkleeberg „Sie geben das Beste – Liebe“
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18:47 08.08.2010
Emotionaler Festakt: Seit der Eröffnung des Kinderhospiz Bärenherz im Mai 2008 wurden in Markkleeberg 54 Familien stationär betreut. Quelle: André Kempner
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Markkleeberg

Zu den Preisträgern in der Kategorie Gesellschaft und Soziales gehört die Einrichtung im Kees’schen Park in Markkleeberg. Am Samstag fand der Festakt im Beisein von Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Kultur statt.

„Glück ist, wenn man Menschen mit einem Bärenherz an seiner Seite hat.“ Das sagte Christine Clauß (CDU), Sächsische Staatsministerin für Soziales, in ihrem Grußwort und berichtete von ihrem ersten Besuch im Kinderhospiz. „Ich war berührt von dem Fingerspitzengefühl mit dem Sie Grenzsituationen menschlichen Lebens meistern. Sie geben schwerstkranken Kindern ein Stück Geborgenheit, den betroffenen Familien Kraft. Bei Ihnen kann man auch mal schwach sein. Ihre Arbeit ist einzigartig in Mitteldeutschland“, so würdigte Clauß den Einsatz des Teams um Schwester Heike Steinich. Jeder Einzelne – haupt- wie ehrenamtlich Tätiger – trage dazu bei, dass Sachsen ein Stück liebens- und lebenswerter wird.

An die Anfänge erinnerte Hubertus Freiherr von Erffa, Vorstandsvorsitzender des Vereins Kinderhospiz Bärenherz Leipzig: „Als wir unseren Förderverein im November 2003 gegründet haben, wollten wir sofort starten. Hilfe war dringend notwendig.“ Denn die Pflege todkranker Kinder koste Eltern unwahrscheinlich viel Kraft. Deshalb sei es wichtig zu wissen, es gibt einen Ort der Entlastung und Menschen, die helfen. „Ohne Sie, die das Projekt seit Jahren unterstützen, wäre das alles nicht möglich“, wandte sich von Erffa an die zahlreich erschienenen Spender und Förderer. Die Auszeichnung durch die Initiative „Deutschland – Land der Ideen“, hinter der die Bundesregierung und führende Unternehmen stehen, bestärke den Verein in seinem Engagement und sei eine schöne Möglichkeit auf das Thema öffentlich aufmerksam zu machen.

Für die emotionalsten Momente sorgte Bärenherz-Schirmherrin Gabriele Tiefensee. Gemeinsam mit Müttern, Geschwisterkindern und Schwestern nahm sie symbolisch mit einer Kerze Abschied von verstorbenen Kindern: von Freya, Janosch, Maja-Sophie, Dean, Malte, Alicia, Annika, Hans-Jakob, Lenny, Sebastian und all den anderen für die eine Kerze angezündet wurde.

Den Preis als „Ausgewählter Ort 2010“ übergab Markus Wägner, Vorsitzender der Geschäftsleitung Region Sachsen/Mitteldeutschland bei der Deutschen Bank. „Der Wettbewerb ’Deutschland – Land der Ideen’ repräsentiert seit 2006 tatkräftige Menschen mit innovativen Ideen. Wir haben Sie ausgewählt, weil das Kinderhospiz Bärenherz ein herausragendes Beispiel für Engagement und Mitmenschlichkeit ist. Sie geben das Beste, was wir haben – Liebe. Sie zeigen, wie aus Ideen Taten werden“, so Wägner. Da die Ehrung nicht an finanzielle Mittel gebunden ist, für die Hospizarbeit aber viel Geld benötigt wird, übergab Wägner einen Scheck über 10 000 Euro. Ihm schloss sich Enviam-Betriebsratsvorsitzender Knut Lindner an. Er hatte 13 000 Euro im Gepäck. Und die Auszubildenden der Agentur für Arbeit Leipzig überreichten rund 3000 Euro.

„Ihre Erfolgsgeschichte macht uns stolz und zufrieden. Wir wünschen Ihnen, dass Sie weiter mit so viel Herz und Leidenschaft bei der Sache sind“, überbrachte Gabriele Orth, Geschäftsführerin der Bärenherz-Stiftung herzliche Grüße aus Wiesbaden.

Ulrike Witt

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