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Markkleeberg Sommerkino lockt Alteingesessene und Zugezogene an den Zwenkauer Hafen
Region Markkleeberg Sommerkino lockt Alteingesessene und Zugezogene an den Zwenkauer Hafen
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09:33 30.08.2016
Bis auf den letzten Platz besetzt: Das Theatrium am Stadthafen Zwenkau war am Samstagabend beim Sommerkino gut gefüllt. Quelle: Ulrike Witt
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Zwenkau

Zwei milde Sommerabende mit traumhaften Sonnenuntergängen bildeten am Freitag und Samstag die ideale Kulisse für das Sommerkino im Rahmen der Reihe „Zwenkauer Begegnungen“. Wie gewünscht, pilgerten Alt- und Neu-Zwenkauer ins Theatrium an den Hafen.

„Super, besser kann es nicht laufen. Viele fragen mich schon nach einer Wiederholung“, freute sich Kristin Pestel. Die 46-Jährige hatte die „Zwenkauer Begegnungen“ Anfang des Jahres mit René Bischoff von der Südraumstiftung und Unterstützung von Bürgermeister Holger Schulz (CDU) ins Leben gerufen. Ihr Ziel: Alteingesessene und Zugezogene miteinander ins Gespräch zu bringen. Oder wie der Rathauschef bei der Eröffnung meinte: „Damit unsere schöne Stadt auch mental zusammenwächst.“

Rita Rubner fühlt sich in ihrem Zwenkau „ausgesprochen wohl“. Die 75-Jährige ist sozusagen beides – Alt- und Neu-Zwenkauerin. „Ich habe von 1961 bis 1993 hier gelebt und lange im Tagebau gearbeitet. Dann zog es uns wegen Job und Kindern nach Frankfurt am Main. Seit drei Jahren sind wir wieder in der Heimat“, erzählte sie strahlend und verriet: „Das neue Zwenkau gefällt mir viel besser als das alte. Ich nutze jetzt all die Möglichkeiten am See.“

Monika und Thilo Groß wohnen seit 2014 in Zwenkau. „Ich finde die Zwenkauer ausgesprochen freundlich und herzlich. Ich weiß, dass die Neuen am Kap von manchen argwöhnisch beobachtet werden. Aber das ist Quatsch. Man muss einfach aufeinander zugehen und das Neue wie das Alte als Bereicherung sehen“, sagte die 58-Jährige. Inzwischen hätten sie viele Freunde gefunden, seien angekommen. „Heute mussten wir uns zum Beispiel aufteilen: Mein Mann ist beim Motorradstammtisch, ich beim Sommerkino. Zwenkau hat eben einiges zu bieten“, so Monika Groß lachend.

Eher zufällig nach dem Baden machte Familie Kais mit Söhnchen Maximilian Station beim Sommerkino. „Wir sind im Mai von München hierher gezogen, wollten wieder in die Nähe unserer Familien, die in Thüringen und im Harz zuhause sind“, berichteten sie. Außerdem hätten sie sich in München nie ein Grundstück am Wasser leisten können. „Angekommen sind wir noch nicht, aber auf gutem Wege, die Stadt und Region für uns zu entdecken“, so die junge Familie.

„Das Sommerkino ist ein herrlich chilliges Event und eine schöne Geste an die Bürger“, meinte Andreas Schmidt, Geschäftsführer der Sächsischen Seebad Zwenkau (SSZ), „überreicht mit personeller und finanzieller Hilfe der Stadt, der SSZ, der gemeinsamen Tochter See- und Hafenbetreibergesellschaft, der Leipziger Logistik- und Lagerhausgesellschaft von Günter Bauer, der Zwenkauer Projekt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft von Henry Neitzsch, dem Restaurant Tara und nicht zuletzt der Kulturinitiative um Steffen Wieser.“

Er war der Techniker, hatte die aufblasbare Leinwand und die Filme für zwei unvergessliche Kinoabende mit den „Béliers“ und Hape Kerkelings Pilgerkomödie „Ich bin dann mal weg“ organisiert. „Die Idee der ’Zwenkauer Begegnungen’ ist einfach gut. Wir sind selbst zugezogen und kennen Integrationsprobleme“, erklärte Wieser. Dabei sei es ganz einfach: „Jeder bringt was ein – Altes und Neues – davon profitieren alle.“

SSZ-Chef Schmidt schmunzelte zufrieden: „Was wir hier sehen, sind die Bilder, die wir seit Jahren im Kopf haben.“ Die Besucher honorierten die gelungenen kostenfreien Kinoabende mit Spenden: 1043,61 Euro klapperten am Ende in den Sammeldosen. Eigentlich sollte das Geld die restlichen Unkosten des Sommerkinos decken. Stattdessen geht es nun an das Kulturkino für den Kauf neuer Stühle, wie die SSZ gestern mitteilte. Die noch offenen Posten übernähmen die SSZ und die See- und Hafenbetreibergesellschaft.

Fest steht: 2017 soll es unbedingt eine Neuauflage des Sommerkinos am Hafen geben. Da waren sich alle einig.

Von Ulrike Witt

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