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Markkleeberg Sommerträume werden wahr beim „2. NeuSeenLand Musikfest“
Region Markkleeberg Sommerträume werden wahr beim „2. NeuSeenLand Musikfest“
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07:00 02.07.2018
Was für schöne Abende: Beim „2. NeuSeenLand Musikfest“ mit dem Leipziger Symphonieorchester unter Leitung von Wolfgang Rögner stimmte alles – selbst das Wetter.
Zwenkau

Alle sonnen sich im Glanz dieses Sommerabends am Kap Zwenkau und stehen ganz sicher nicht abseits vom Licht, wie das Evita Peron in „Don`t Cry for Me, Argentina“ so rührend beklagt. Bräutlich weiß ist das Galakleid der Sopranistin Monika Staszak bei dieser Musicalhymne. Ringsum malen das Wasser, der Himmel und die fünfzig Musiker des Leipziger Symphonieorchesters mit René Möckel & Band und Jasmin Graf betörende Farben aus Farben und Tönen. Erst das gigantische Feuerwerk bringt nach zwei Stunden Programm den allerletzten Streifen des Abendrots zum Verglühen.

Beim „2. NeuSeenLand Musikfest“ zeigt sich der Wettergott von seiner besten Seite und nicht nur er meint es verschwenderisch gut mit allen. Für die vielen Kurzentschlossenen der weit über 500 Besucher reiht man in letzter Sekunde noch die allerletzten verfügbaren Stühle. Und Dirigent Wolfgang Rögner, der seine Mitwirkung für 2019 schon versprochen hat, reiht danach eine musikalische Perle an die nächste. Am Donnerstag gab es Antonio Vivaldis „Vier Jahreszeiten“ im Wechsel original und als moderne Paraphrasen von Star-Akkordeonist Uwe Steger, am Samstag griffen Entertainer Gunther Emmerlich und Leipzigs Aufsteiger-Tenor Johannes Pietzonka in die Opern- und Operettenschatulle, am Freitag hieß es „Broadway Feeling“ satt. Da verzauberte Kristina Nerad in ihrer Conference mit pointiertem Esprit, gewinnendem Schneewittchen-Charme und nach der Pause als sinnlich lockende Spanierin.

Verschwenderisch ist auch alles andere bei diesem langen Sommeruntergangstraum. Das Leipziger Symphonieorchester selbst und das üppig auffahrende Sounddesign formen über den kleinen Wellen runde Wogen. Christian Grygas von der Staatsoperette Dresden bewegt sich mit selbstverständlicher Eleganz durch die unsterblichen Broadway-Melodien. Er ist der blutjunge Tony, der in „West Side Story“ verliebt seine eingewanderte „Maria“ anschwärmt, und die schon etwas reifere Zaza mit den leichten Gebrauchsspuren, mit denen das selbstbestimmte Leben im Nachtclub „Käfig voller Narren“ seinen Tribut fordert. Er und Monika Staszak hätten alle Vorzüge, um die deutsche Antwort auf Al Bano und Romina Power zu setzen: Mit ein bisschen mehr Eleganz und vor allem viel mehr Herz strahlen die beiden in den Evergreens aus „My Fair Lady“.

Kräftige und kehlige Töne entsendet Jasmin Graf mit einem Outfit aus Schwarz und Goldblond bei ihren Starauftritten. In „One Night only“ und vor allem Bonnie Tylers „Total Eclipse of The Heart“ greift Leipzigs kräftig durchstartende Pop-Hoffnung in die Vollen. Da glimmen alle Smartphones und machen die Stufenreihen des Kap Zwenkau zur glitzernden Milchstraße. Jubel brandet auf. Auf „Showbusiness“ und Queen`s „We will Rock you“ gibt es nur deshalb keine Zugaben, weil schon die ersten Leuchtraketen knallen und knattern. René Möckel und das Leipziger Symphonieorchester mit seinen jubelnden Streichern sind sich darin einig, dass es keine Grenzen zwischen Broadway und dem Londoner West End geben darf. Dagegen hat niemand etwas einzuwenden an diesem leuchtenden Abend, der nicht nur lächelt, sondern einen in seine weit geöffneten Arme schließt. Wünsche wurden wahr. So darf es im Sommer 2019 gerne weitergehen.

Von Roland H. Dippel

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