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Markkleeberg Sonderschau zum internationalen Cewe-Fotowettbewerb „Our World is beautiful“
Region Markkleeberg Sonderschau zum internationalen Cewe-Fotowettbewerb „Our World is beautiful“
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07:00 06.08.2016
Rundgang durch die neue Sonderschau: Jörg Uhlenbrock, Kerstin Langner und Andreas J. Mueller (von links) fachsimpeln. Quelle: André Kempner
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Markkleeberg

Im Deutschen Fotomuseum im Agra-Park wurde am Freitag eine Sonderausstellung eröffnet. Bis zum 4. September sind in Markkleeberg die besten Arbeiten des internationalen Cewe-Fotowettbewerbs „Our World is beautiful“ zu sehen.

Die Schönheiten der Welt entdecken und fotografieren, dazu hatte Cewe – nach eigener Aussage Europas führender Fotoservice – vor zwei Jahren aufgerufen. Über 94 000 Bilder aus aller Welt wurden bis zum Frühjahr 2015 eingereicht, wie Jörg Uhlenbrock, Leiter Fotokultur und Marketing bei Cewe, gestern berichtete. Die attraktivsten Arbeiten in sechs Kategorien wurden von einer Jury ausgewählt und mit Preisen im Gesamtwert von mehr als 80 000 Euro belohnt.

„Wir leben als Unternehmen von der Freude an der Fotografie. Davon, dass Menschen in unserer digitalen, flüchtigen Welt noch immer schöne Dinge anfassen möchten“, erklärte Uhlenbrock, „und, dass sie an das Schöne glauben, in einer Zeit, die oft alles andere als das ist.“ Die Ausstellung setze einen Kontrapunkt. Nicht nur die Sieger, sondern alle knapp 60 im Fotomuseum präsentierten Bilder seien gut, weil sie eine Geschichte erzählen und Emotionen wecken, weil sie den zweiten Blick lohnen, so Uhlenbrock.

Siegerin in der Kategorie Menschen und als Gesamtsiegerin auch Gewinnerin des Cewe Photo Award 2015 ist Agnieszka Gulczynska aus Polen. Ihr emotional ergreifendes Bild eines kleinen Jungen, der mit seinem Hund im Arm an einem Seeufer sitzt und in die Abendsonne blickt, symbolisiere meisterhaft die Begriffe Menschlichkeit, Partnerschaft, Glück, Freundschaft und Zukunft. Dieses Foto, so die Wettbewerbsjury, bringe den Titel des Wettbewerbs „Our World is beautiful“ auf den Punkt: So schön, unbeschwert und positiv nach vorne schauend kann unsere Welt sein.

Auch die Sieger der anderen Kategorien seien exzellente Beispiele großer fotografischer Leistungen und emotionaler Momente. Der Ungar Gábor Máté Pusztai gewann die Kategorie Sport mit einem ungewöhnlichen Schwarzweißbild eines Zwiegesprächs zwischen einem Box-Trainer und seinem Schützling. Das nach Meinung der Jury beste Foto der Kategorie Architektur kam von Devid Camerlynck aus Belgien: Eine exakt komponierte und farblich zurückhaltende Aufnahme einer Wendeltreppe. Das Siegerbild von Adam Kovác aus der Slowakei in der Kategorie Landschaften sei ein Beispiel dafür, wie reduziert Bildgestaltung sein kann. Die Schönheit der Welt im Allgemeinen und der Natur im Besonderen zeige sich in Momenten wie den tanzenden Graureihern in dem Kategorie-Gewinnerbild von Murat Ertem aus Deutschland. Thomas Pedersen aus Griechenland konnte die Kategorie Transport und Infrastruktur mit einem perfekt inszenierten und beleuchteten Foto eines Eisverkäufers für sich entscheiden.

Andreas J. Mueller, Leiter des Deutschen Fotomuseums, würdigte Cewe als Hauptsponsor seines Hauses und kritisierte erneut die karge finanzielle Ausstattung des Museums, das als Kultureinrichtung längst überregionale Strahlkraft besitze. „Ohne die Unterstützung von Cewe gebe es uns gar nicht, weil die Politik nicht begreift, dass Kulturarbeit Bildungsarbeit ist“, sagte er. Anerkennung zollte Mueller Alt-Bürgermeister Philipp Staude, der mit seiner Frau Martina zur Vernissage gekommen war. Er habe 2013 die Weichen für den Umzug von Mölkau nach Markkleeberg gestellt.

Uhlenbrock verriet noch, dass Cewe nach der Fotokina im September den nächsten „Our World is beautiful“-Wettbewerb ausschreiben wird. Bis Mitte 2017 könnten Fotografen erneut ihre Arbeiten einreichen. Gezeigt würden die besten später wieder in Markkleeberg, verkündete Mueller strahlend.

Das Deutsche Fotomuseum in der Raschwitzer Straße 11 ist täglich außer montags von 13 bis 18 Uhr geöffnet. 

Von Ulrike Witt

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