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Sorge um Herrenteich in Markkleeberg

Sorge um Herrenteich in Markkleeberg

Der Herrenteich in der August-Bebel-Siedlung in Markklee-berg-Ost bereitet Horst Wenzel schlaflose Nächte. „Der Teich trocknet aus, Koi Karpfen und Wasserschildkröten schnappen nach Luft und das Schilf versumpft“, klagt der Anwohner aus der Wiesenstraße.

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Dank Dauerregens im Mai derzeit gut gefüllt: der Herrenteich in der Wachauer August-Bebel-Siedlung.

Quelle: André Kempner

Markkleeberg. Um die gefährdete Idylle zu retten, hat er das Wasser kurzerhand gestaut. Nach Art der Großväter, wie Wenzel meint, mit Brettern.

Bei der Stadt Markkleeberg stößt er damit auf wenig Gegenliebe. „Der Herrenteich ist Teil des Hochwasserschutzkonzeptes für die Ortsteile Wachau und Auenhain. Ein Ablauf wurde bereits hergestellt, ein Zulauf für Hoch- und Regenwasser unter anderem von der Markkleeberger Straße ist gerade in Planung“, erläutert Rathaussprecher Daniel Kreusch.

In den vergangenen Jahren hatten Hauseigentümer mehrfach mit von den Feldern strömenden Wassermassen kämpfen müssen. Wenzel selbst erinnert sich an die letzten beiden Überschwemmungen im März 2006 und im Februar 2008, als der Mitarbeiter des Malteser-Hilfsdienstes nicht einmal zu seinem Kleinbus vor der Haustür trockenen Fußes kam. Dass der Wasserspiegel des Herrenteiches für den Einbau einer so genannten Pegelkette abgesenkt werden musste, leuchtet ihm dennoch nicht ein: „Hier wird nur mutwillig Natur zerstört, bringen tut das auf Dauer nichts.“

Kreusch betont indes auch im Namen des beauftragten Institutes für Ingenieur- und Tiefbau (ITT), dass „von einer mutwilligen Trockenlegung keine Rede sein kann“. Die Wasserhöhe reguliere sich durch Schneeschmelze und Regen im Jahresverlauf von selbst, zumal es einen ständigen Zufluss aus dem Weinteichgraben gebe. „ITT-Geschäftsführer Jörg Mentzel garantiert jederzeit mindestens 30 Zentimeter Nass“, so Kreusch.

Wenn Anwohner in das System eingreifen, indem sie Wasser stauen, sei das nicht gerade hilfreich. „Vielmehr handelt es sich um einen Eingriff in eine Baumaßnahme der Stadt Markkleeberg“, erklärt Kreusch. Nach seinen Informationen musste die Baufirma schon mehrfach Holzteile und andere Fremdkörper entfernen. „Das kostet uns viel Geld“, mahnt er.

Wenzels Verweis auf Tiere in Not ist im Rathaus bekannt. „Fische und Schildkröten wurden mit dem großen Hochwasser 2002 unfreiwillig in den Herrenteich geschwemmt“, heiß es dort. Gefahr für sie und ihren neuen Lebensraum bestehe aber nicht. „Die Tiere haben den eisigen Winter 2010 überlebt und werden das auch in Zukunft schaffen. Schließlich wird der Herrenteich doch nicht abgelassen“, beruhigt Kreusch.

Ulrike Witt

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