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Markkleeberg Zwenkau: Sparfüchse sind im Sozialmarkt auf Schnäppchensuche
Region Markkleeberg Zwenkau: Sparfüchse sind im Sozialmarkt auf Schnäppchensuche
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00:21 28.07.2018
Sichten, sortieren und säubern: Die Mitarbeiterinnen des Sozialmarktes stecken viel Arbeit und Mühe in die Präsentation der Secondhand-Artikel. Quelle: Foto: André Kempner
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Zwenkau

Die Stammkundschaft kommt regelmäßig zum Stöbern in den Sozialmarkt in der Schulstraße 19. „Bei uns kann fast jeder einkaufen“, wirbt Kristina Krüger vom Deutschen Roten Kreuz. Auch das junge Paar, das sich die erste gemeinsame Wohnung einrichte, sei herzlich willkommen.

Es sind längst nicht nur Hartz-IV-Empfänger, sondern kostenbewusste Menschen und Schnäppchenjäger, die sich hier umschauen. Das schicke Kleid im Patchwork-Look könnte auch aus einer Boutique stammen. Was hier an den Ständern hängt, ist nicht nur tragbar, sondern auch modisch. Wie in einem SecondhandLaden gibt es den individuellen Look von Kopf bis Fuß, vom Schuh bis zum Schal. Manche Teile sind brandneu, noch nicht einmal ausgepackt. „Wir haben viele Stammkunden, die regelmäßig zum Stöbern kommen“, weiß Yvonne Wienecke, Leiterin des Sozialmarktes.

Das meiste stamme aus den rund 60 Kleidercontainern des DRK. „Zu gebrauchen ist davon jedoch nur ein Drittel“, bedauert Wienecke. „Es gibt immer wieder Leute, die ihren Müll in die Container werfen, Gartenabfälle oder schmutzige Windeln, die ordentlich abgelegte Sachen verschmutzen.“ Und so verbringen sie und ihre fünf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter viel Zeit damit, auszusortieren. Eine Sisyphosarbeit, die unendlichen Stapel an Säcken zu sichten. Um die sieben Tonnen sind pro Woche zu bewältigen, eine ordentliche Schinderei.

Besonders groß sei der Andrang nach den Zahltagen. Mau läuft das Geschäft erfahrungsgemäß zum Laurentiusfest Anfang August, dem Höhepunkt im Veranstaltungskalender der Stadt, dann werde das Geld ins Festvergnügen investiert.

Neben einem Mix aus Waren für den täglichen Bedarf fallen die Möbel ins Auge, die allesamt sehr gut in Schuss sind. Was schwer und sperrig ist, wird auf Wunsch sogar kostenfrei abgeholt. „Wir können jedoch nicht alles nehmen, auch wenn sich so mancher darüber ärgert“, erklärt Wienecke.

Die längst abgeschlossenen Bauarbeiten rund ums DRK und auf dem Parkplatz vor dem Sozialmarkt haben nicht nur viele potenzielle Kunden abgeschreckt, sie haben sogar die Gerüchteküche angeheizt. „Es hieß, wir hätten geschlossen, dabei stimmt das nicht“, betont Krüger.

Der Sozialmarkt in der Schulstraße 19 ist Montag und Mittwoch von 10 bis 16 Uhr und am Donnerstag von 10 bis 18 Uhr geöffnet

Von Gislinde Redepenning

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