Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Markkleeberg Spendensammlung verärgert S 46-Anwohner
Region Markkleeberg Spendensammlung verärgert S 46-Anwohner
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:18 14.12.2009
Anzeige
Markkleeberg

Besonders angespannt ist die Situation seit die vom Ökolöwen unterstützte Bürgerinitiative (BI) per Postwurfsendung um Spenden bittet.

„Die Dreistigkeit der Aussagen ist eine Beleidigung gegenüber Planern und Unterstützern“, findet Dirk Geissler. Es sei doch allen Beteiligten bekannt, dass die Bedenken des Ökolöwen in Bezug auf das Habitat des Wachtelkönigs 2006 nicht der Realität entsprachen. Dass die Naturschützer nun erneut den drohenden Verlust von Rast- und Futterplätzen für Zugvögel ins Feld führen, macht nicht nur Familie Geissler wütend. „Das Straßenbauamt arbeitet auf Hochtouren. Unser Erfolg ist stark gefährdet“, informiert indes BI-Sprecherin Katrin Erben mit ihrem Schreiben. Sie fordert die Bürger auf, sich gegen den „unnötigen Straßenbau“ auszusprechen. „Jetzt können Sie gemeinsam mit uns kämpfen. Helfen Sie uns bei den fachlichen und falls notwendig, juristischen Anstrengungen mit Ihrer Geldspende“, heißt es in dem Flyer weiter. Zudem sollen sich die Adressaten an Land- und Bundestagsabgeordnete aus der Region wenden. „Wir möchten den ökonomisch und ökologisch nicht vertretbaren Neubau im Sinne der Natur und der Anwohner verhindern“, erklärt Erben. Letztere zweifeln das Interesse an ihrem Wohlergehen an: zumindest der Teil, dessen Grundstücke an die Wachauer Straße grenzen. „Versuchen Sie sich an sachlichen Argumenten, verschließen Sie sich nicht der Entwicklung und verwenden Sie Ihre Kräfte, um konstruktiv an der neuen S 46 mitzuwirken. Vergessen Sie bei allem ökologischen Eifer nicht, dass an der alten S 46 Leute wohnen“, appelliert Geissler an die BI und den Ökolöwen. Im Haus der Demokratie sieht Ökolöwen-Sprecher Enrico Vlach die Sache anders: „Wir sind ein Umweltverein. Unsere Aufgabe liegt im Naturschutz. Lärm steht nicht auf unserer Agenda. Um die Menschen müssen sich andere kümmern.“ Und auch wenn es krass klinge, sei es nicht sein Problem, wenn die Gerichte die Belange von Tieren bisweilen über die von Anliegern stellen. Er sähe die Zukunft in der Erarbeitung eines umfassenden, alternativen Verkehrskonzeptes für den Leipziger Süden. Erben freut sich derweil über eingehende Spenden: „Es zeigt, dass vielen angst und bange ist.“ In ihrem Aufruf war sie allerdings noch von einem Start des Planfeststellungsverfahrens im Januar ausgegangen. „Derzeit werden die Ergebnisse der artenschutzrechtlichen Untersuchungen in die technische Planung und den Umweltteil eingearbeitet. Danach müssen die Unterlagen aufgrund der hohen umweltfachlichen Anforderungen besonders gewissenhaft vorbereitet werden. Der erneute Antrag auf Planfeststellung soll voraussichtlich Mitte 2010 bei der Landesdirektion Leipzig gestellt werden“, begründet Rainer Förster, Leiter des Straßenbauamtes Leipzig, den späten Termin. „Die Verzögerung kann uns nur lieb sein. Irgendwann gibt es keine EU-Fördermittel mehr. Dann hat sich der Bau erledigt“, glaubt Erben.

Ulrike Witt

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Auf eine lange Geschichte kann das Gotteshaus auf dem Dietrich-Bonhoeffer-Platz noch nicht verweisen. Ende März 2001 wurde die weiße Pfarrkirche geweiht, ein knappes Jahr später läuteten zum ersten Mal die Glocken.

11.12.2009

 

[image:phpKLYXUT20091211163358.jpg]
Markkleeberg. Normalerweise dauert es ein, zwei Jährchen, bis ein Klangkörper eine Anrechtsreihe etabliert hat. Dem Westsächsischen Symphonieorchester (WSO) gelingt dies gleich in der ersten Saison.

11.12.2009

Die Händlerinitiative Rathausstraße hat das erste Fest nach Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung mit der Stadt Markkleeberg (die LVZ berichtete) gestemmt.

09.12.2009
Anzeige