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Markkleeberg Spielplatz als Überraschung
Region Markkleeberg Spielplatz als Überraschung
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17:01 24.03.2011
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Die 14 Gemeinderäte und drei Amtsleiter waren sichtlich erstaunt, als Großpösnas Bürgermeisterin Gabriela Lantzsch mitteilte, der Spielplatz könne noch in diesem Sommer in neuem Glanz erstrahlen. Lantzsch hatte Mitte der Woche allerdings auch besondere Gemeinderäte im Sitzungssaal zu Gast: 17 Kinder der dritten Klasse der Löwenzahn-Grundschule übten sich als Gemeinderäte.

Zwei Punkte hatten die Acht- bis Zehnjährigen auf ihrer Tagesordnung. Die mit sechs Stimmen gewählte Bürgermeisterin Svenja – zur Wahl standen sieben Kandidaten – führte mit Kämmerin Lucy, Hauptamtsleiter Tim und Bauamtsleiter Hannes durch die Sitzung. Zur Diskussion standen die Verschönerung des Schulhofes und die Neugestaltung des Spielplatzes im Rittergut. Klassenlehrerin Carola Koslowski verfolgte das Geschehen von den Besucherstühlen aus – und war von der Debatte sichtlich begeistert. Schließlich hatten die Drittklässler zahlreiche Vorschläge für beide Tagesordnungspunkte. „Hier lernen die Kinder, dass sie ein Mitbestimmungsrecht haben, das sie auch einsetzen sollten“, sagt Koslowski. Man könne nicht immer nur meckern, sondern müsse sich auch einbringen. Für Lantzsch stellen die Kinderratssitzungen eine gute Möglichkeit dar, dem Nachwuchs nahezubringen, wie Demokratie funktioniert.

Für den Schulhof wünschten sich die Kinder eine Sanierung der Lehmschnecke, zusätzliche Pflanzen für die Beete und die Reparatur der Schulhofmauer. Freddy schlug zudem neue Farbe für die Hofspiele vor, „und dafür brauchen wir noch Geld von der Kämmerei“, forderte er. Der Kindergemeinderat beschloss sämtliche Ausbesserungen – allerdings mit Zugeständnissen. „Denn vieles können wir selber machen“, schlug Kämmerin Lucy vor. Nicht nur das Malen könnten die Kinder übernehmen, sondern auch das Einsetzen neuer Pflanzen und das Sähen von Grassamen. „Bei der Aufstellung einer neuen Bank und den Reparaturen an Schnecke und Mauer helfen wir als Gemeinde“, versprach Lantzsch. Noch in diesem Schuljahr soll alles fertig werden, denn im Juni feiert die Schule ihr 100-jähriges Bestehen.

Für den Spielplatz hinter dem Rathaus hatten die Grundschüler auch konkrete Vorstellungen – und beschlossen die Erneuerung des Sandes, farbliche Verzierungen an den Holzgeräten und das Entfernen von Graffiti. Doch kaum war der Beschluss einstimmig gefasst, hatte Lantzsch eine Überraschung parat. Derzeit verhandelt die Gemeinde mit Anbietern von Spielgeräten, denn „der Spielplatz wird in diesem Jahr komplett neu gemacht“. Annegret Schrader, Mitarbeiterin im Sozialamt, versprach, mit den Plänen des Bauhofs in den kommenden Wochen die Kinder zu besuchen, um deren Wünsche und Ideen zu berücksichtigen. Und wenn alles klappt, soll der Spielplatz am 1. Juni, zum Kindertag, neu eröffnet werden.

Julia Tonne

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