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Markkleeberg Stadt-Spaziergang in Bildern
Region Markkleeberg Stadt-Spaziergang in Bildern
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07:00 11.08.2017
Galeristin Catherine Scholz (rechts) bestaunt mit Besuchern die Bilder von Rolf R. Buckendahl. Quelle: André Kempner
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Zwenkau

„Zwenkau in Kohle“ lautet der doppeldeutige Titel einer Ausstellung mit Werken von Rolf R. Buckendahl, die bis zum 2. September in der Lehmhaus Galerie zu sehen ist. Mit einem wachen Auge für Feinheiten und Atmosphären hat er Impressionen und Szenen der Stadt eingefangen, die er auf seinen Spaziergängen entdeckte.

Mal skizzenhaft, dann wieder mit detailverliebter Akribie bannte Buckendahl sie mit Kohle, Graphit, Tusche, Buntstiften und Aquarellfarben auf Papier und Baumwollgewebe der unterschiedlichsten Formate. „Ich bin positiv überrascht und freue mich natürlich, so viele Motive aus meiner Heimat zu sehen. Das ist begeisternd“, sagte Bürgermeister Holger Schulz bei der Vernissage. Er ließ nicht nur die Stimmungen auf sich wirken, sondern nutzte auch die Chance zum Fachsimpeln mit den Besuchern.

Buckendahl, der gebürtige Berliner, der in Köln als Innenarchitekt arbeitete, hatte schon immer ein Faible für die Kunst, für Malerei und Fotografie. So studierte er von 1998 bis 2004 in der Domstadt an der Malakademie von Professor Jürgen Knabe, die den Beinamen „Akademie für Menschen reifen Alters“ trägt. Er nutzte Studienreisen und Seminare, um seine Fertigkeiten zu verfeinern.

Anfang 2015 zog er in seine Wahlheimat Zwenkau. „Er kam gleich in den ersten Tagen zu mir in die Galerie, stellte sich als Kunstinteressierter vor und erzählte vom Sattelhof, den er gerade malte“, erinnerte sich Galeristin Catherine Scholz. Im Gespräch sei dann die Idee geboren, später einmal eine Ausstellung zu arrangieren. Es sei ganz erstaunlich, welche Vielzahl von Bildern Buckendahl, der krankheitsbedingt nicht anwesend war, seitdem kreiert habe.

Mit leichten Strichen und klaren Farben zauberte er scheinbar mühelos die moderne Architektur am See mit Segelbooten im Vordergrund aufs Bild. Mystisch und düster indes muten die Gewitterwolken oder Ansichten von Baumgruppen und Birken aus dem Eichholz an. Monumental und mit fotografischer Akkuratesse widmete sich Buckendahl dem Altarraum der Laurentiuskirche.

Wer mit wachen Augen durch Zwenkau geht, findet seine Motive wieder. Die Abendstimmung mit der Laterne vor dem barocken Bürgerhaus am Markt, der Ratskeller in verschiedenen Variationen, das Eythraer Trianon, das Kulturkino oder Haus Rabe zählen dazu. Buckendahl fängt den Charme verfallener Fassaden ein und dokumentiert den Kontrast zu restaurierten Häuserfronten. Auch Anleihen an den deutsch-amerikanischen Maler und Grafiker Lyonel Feininger, erster Meister und Leiter der Graphischen Werkstatt am Bauhaus Weimar, jedoch in seiner ganz eigenen Handschrift, gehören zu den Schöpfungen des Neu-Zwenkauers.

Geöffnet ist die Lehmhaus Galerie, Leipziger Straße 14, donnerstags bis samstags jeweils von 14 bis 18 Uhr.

Von Gislinde Redepenning

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