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Markkleeberg Stadt versucht ihr Glück mit Kleeblatt
Region Markkleeberg Stadt versucht ihr Glück mit Kleeblatt
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16:45 09.08.2010
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Markkleeberg

Am Sonntag hatten Bürger die Gelegenheit, unter Führung von Oberbürgermeister Bernd Klose (SPD) die Pläne kennen zu lernen und sich das zu entwickelnde Areal anzusehen.

Etwa 100 Interessierte nutzten die Möglichkeit, durch den Agra-Park zu flanieren und sich vorzustellen, wie er sich in fünf Jahren präsentieren könnte. Die größte Veränderung soll es rund um das Weiße Haus und die Parkgaststätte, die schon zum Leipziger Gebiet gehört, geben. „Wenn die B  2 anstelle der Brücke unterirdisch verlaufen würde, könnte der Herfurth’sche Park wieder in seiner ursprünglichen Form als Einheit entstehen“, erklärte Klose. Dann sei wie früher ein durchgängiger Blick möglich. „Wir müssen uns bemühen, das Vorhaben umzusetzen, das sind wir der Landschaft schuldig“, betonte Klose.

Weiter ging es in Richtung Sommerwiese. Hier soll es nach den Plänen der Landschaftsarchitekten Dirk und Gabriele Seelemann einen Dahliengarten geben und der Gondelteich in seinen ursprünglichen Dimensionen wiederhergestellt werden. Ein Vorhaben, was sicherlich Wassersportler freuen dürfte, ist das Anlegen eines Kanals, der eine durchgängige Verbindung zwischen Pleiße und Markkleeberger See ermöglicht. Auf der „blauen Schlange“, wie Gabriele Seelemann sagte, könnten Paddeltouren unternommen werden. Der bisherige Ausweichparkplatz hinter dem Mühlgraben (der untere rechte Teil des Kleeblatts) wird zum Veranstaltungsgelände, hieran schließen sich Themengärten und ein historischer Erlebnis-Biwak an.

„Bleibt man bei der Darstellung als Kleeblatt, bildet das Gebiet um das Rathaus den unteren linken Teil“, erklärte Seelemann. Das Gewässer könnte bis zur bisherigen Berufsschule ausgeweitet werden, sodass es möglich sei, hier mit den Booten einzusteigen. Am Ufer würden Themengärten entstehen. Der jetzige Hort Wirbelwind würde zu einem Parkkindergarten werden. Die Frage, was aus dem Agra-Bad werden soll, beschäftigte einige. Klose gab zu, dass es das Freibad wohl nicht mehr geben werde, sollte die Stadt den Zuschlag für die Landesgartenschau bekommen: „Stattdessen entsteht an anderer Stelle ein großer Wasserspielplatz.“ Spielplätze seien bislang auf dem ganzen Gelände ohnehin rar.

Eigentliches Gelände für die Laga wird der untere Teil des Kleeblatts sein, „der obere Teil, also der Herfurth’sche Park auf Markkleeberger und Leipziger Seite, ist ein Rucksackvorhaben“, erklärte Dirk Seelemann den Besuchern.

Bis zum 30. September muss die Stadt ihre Bewerbung bei der zuständigen Kommission abgeben, eine Entscheidung des Kabinetts gibt es Ende des Jahres. Doch Klose verspricht, dass das Vorhaben in großen Teilen auch umgesetzt werden soll, wenn der Zuschlag an einen anderen Bewerber geht. „Sukzessive wollen wir das Gebiet so gestalten, wie die Planungen derzeit aussehen, Natürlich dauert das alles viel länger und bringt nicht den Werbeeffekt wie eine Landesgartenschau, aber hier muss was passieren“, machte Klose deutlich. Bis Mitte August können die Markkleeberger noch Vorschläge für den Slogan abgeben. Zur Wahl stehen „Grüne Brücken – Blaue Bänder“, „Eine Stadt wächst zusammen“, „Zeit für Veränderung“ und „Park.Grenzenlos“. Für die Abstimmung hängt im Rathaus ein Briefkasten. Die nächste Führung über das Agra-Gelände wird morgen ab 17.30 Uhr angeboten. Treffpunkt ist das alte Landwirtschaftsmuseum.

Julia Tonne

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