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Markkleeberg Stadtfanfarenzug Markkleeberg ist wieder Landesmeister
Region Markkleeberg Stadtfanfarenzug Markkleeberg ist wieder Landesmeister
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07:00 19.06.2017
Strahlende Gesichter im Sportpark „Camillo Ugi“: Oberbürgermeister Karsten Schütze gratulierte am Sonntagnachmittag Stabführer David Müller vom Stadtfanfarenzug Markkleeberg zum erneuten Landesmeistertitel. Quelle: Armin Kühne
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Markkleeberg

Jubel im Sportpark „Camillo Ugi“ – ein Traum ist in Erfüllung gegangen: Der Stadtfanfarenzug Markkleeberg ist zum zweiten Mal in Folge Landesmeister geworden und hat sich damit als Gastgeber der Landesmeisterschaften der sächsischen Spielleute (Lamei) das schönste Geschenk zum 40. Geburtstag selbst gemacht.

Beim Einmarsch in den Sportpark am Samstagvormittag waren die Außentemperaturen noch unterkühlt, die Stimmung unter den mehr als 800 Aktiven aus 24 Musikzügen aber schon bestens. Oberbürgermeister Karsten Schütze (SPD) eröffnete die Lamei: „Ich war voriges Jahr in Radeberg dabei und begeistert. Wenn wir nur annähernd so gute Gastgeber sind und vielleicht noch gewinnen, würde ich mich riesig freuen.“

Als erste stiegen die zehn Spielmannszüge in den Wettkampf ein, zeigten bis Samstagnachmittag in Pflicht und Kür, im Stand und in bewegten Bildern ihr Können. „Mit ein bisschen Glück können wir diesmal vielleicht die Radeberger bezwingen“, meinte Sven Fuchs. Der 41-Jährige saß mit Sohn Nico, acht Jahre und selbst Trommler, im Publikum und drückte dem Spielmannszug Zabeltitz die Daumen. Angereist im eigenen Bus, bildeten die Zabeltitzer wie die meisten anderen Vereine einen Fanblock.

Am Ende hatten aber wieder die Radeberger in ihren historischen Uniformen des Infanterieregiments König August von 1816 die Nase vorn – allerdings trennte sie nicht mal ein halber Punkt. Dritter wurde der Spielmannszug Mutzschen. „Das Niveau war erwartungsgemäß hoch“, kommentierte Christoph Rennert, einer von acht Wertungsrichtern, das Ergebnis. Bewertet wurden notengerechtes Spiel, Rhythmus und Choreografie.

Durchhänger kennen Musiker offensichtlich nicht. Trotz Spielleuteparty und kurzer Nacht – für 300 von ihnen in der Grundschule Markkleeberg-West – saßen sie am Sonntagmorgen gut gelaunt im Festzelt. Die Schalmeienorchester präsentierten sich beim musikalischen Frühschoppen auf der Bühne. Während die Milkauer mit viel Applaus bedacht auszogen, nahm die Schalmeienkapelle Großpösna Weiß-Grün 1950 draußen Haltung an. „Wir wollen gewinnen, was sonst“, gab Chefin Katrin Reimann das Ziel vor. Geklappt es nicht, die Milkauer sicherten sich mit ihrem coolen Auftritt den Sieg.

Richtig heiß wurde es am Sonntag: Nicht nur, weil Klärchen alles gab, Schirme zum wichtigsten Utensil auf der Tribüne wurden. Nach dem Nachwuchs und der Konkurrenz aus Crimmitschau durfte am Nachmittag endlich der Stadtfanfarenzug Markkleeberg aufs Spielfeld – und überzeugte mit Ausschnitten aus 40 Jahren in moderner Choreografie. „Die sind echt professionell“, meinte das fachkundige Publikum. Mario Bielig, Präsident des Landes-Musik und Spielleutesportverbandes Sachsen (LMSV) schwärmte: „Ich zieh den Hut vor den Markkleebergern. Wie die Veranstaltung organisiert wurde, die Unterstützung durch den Oberbürgermeister, jetzt noch der Sieg – einfach super.“

Von Ulrike Witt

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