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Markkleeberg Stadtrat: Suche nach Standorten für neue Kitas in Zwenkau beginnt
Region Markkleeberg Stadtrat: Suche nach Standorten für neue Kitas in Zwenkau beginnt
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11:11 21.11.2016
Bauboom am See: Junge Familien zieht es nach Zwenkau. Quelle: Andre Kempner
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Zwenkau

Ausbau der Kita-Plätze, Kauf des Eichholz-Stadions und der Bau eines Blockheizkraftwerkes im Schulzentrum – der Stadtrat hat am Donnerstag Weichen für die Entwicklung der Stadt gestellt.

Einstimmig erging per Grundsatzbeschluss der Auftrag an die Verwaltung, mögliche Standorte für neue Kitas mit insgesamt bis zu 180 Plätzen zu prüfen. Denn genau so viele fehlen bis 2020. Dabei war Zwenkau lange die Stadt der Glückseligen, konnte sogar Kinder aus anderen Kommunen aufnehmen. Das hat sich geändert: Zwenkau ist Zuzugsgebiet geworden. Und weitere Wohngebiete wie die Harthweide mit 110 Ein- und drei Mehrfamilienhäusern am Südostufer des Zwenkauer Sees sind erst in Planung. Hinzu kommt der Zuzug ausländischer Bürger. „Aktuell sind wir nicht mehr in der Lage, Betreuungsplätze zeitnah anzubieten“, räumte Bürgermeister Holger Schulz (CDU) ein. Das Kreis-Jugendamt empfehle inzwischen, Zurückhaltung bei der Betreuung von Fremdkindern. 111 gebe es derzeit, allein 59 im Hort der Montessori-Schule in Rüssen. Nun sollen im Rathaus „Varianten, Vorschläge und Stufenpläne zur Bedarfsdeckung“ entwickelt und die Zahl 180 im Kita-Bedarfsplan des Kreises festgeschrieben werden. CDU-Stadtrat Alexander Wagner riet, auch in den Ortsteilen nach Standorten zu schauen. „Damit die Stadt nicht die ganze finanzielle Last trägt, halte ich es auch für sinnvoll, Investoren zu suchen und für Fremdkinder die jeweiligen Kommunen heranzuziehen“, erklärte er. Wie berichtet, hatte die CDU-Fraktion im Oktober einen Antrag zum Bau einer multilingualen Kita durchgesetzt. Laut Schulz gibt es dafür jetzt Fördermittel vom Freistaat.

Grünes Licht hat der Stadtrat, ebenfalls einstimmig, für den Kauf des Eichholz-Stadions vom Freistaat gegeben. Für die zwei Flurstücke zahlt die Stadt 38 000 Euro zuzüglich Nebenkosten. „Die Flächen sind Anfang der Neunziger bei der Aufteilung des Volkseigentums fälschlicherweise an den Freistaat statt an die Kommune gegangen“, sagte der Bürgermeister. Um den Sportplatz gemeinsam mit den beiden Vereinen VfB Zwenkau und SG Blau-Weiß weiterentwickeln zu können, wolle die Stadt das Gelände jetzt erwerben. „Zumal es nicht günstiger wird und der Erbbaupachtvertrag zwischen Freistaat und Stadt Ende 2028 ausläuft“, so der Rathauschef. Nach dem formalen Eigentumsübergang wolle die Stadt Anfang 2017 Erbbaupachtverträge mit dem VfB und der SG Blau-Weiß schließen. Bis zum Umbau des Stadions, wie berichtet hat der VfB konkrete Pläne, wird es indes noch dauern. „Wir werden erst einmal ein Dresdner Büro mit der Erarbeitung eines Sportstättenkonzeptes beauftragen, um später Fördermittel einwerben zu können“, erläuterte Schulz. Frühestens Ende 2017 könne der Umbau von Platz 2 in der Senke beginnen, der in städtischer Hand bleiben und tagsüber für den Schulsport genutzt werden soll. Das heißt: So lange muss auch der VfB wegen der 400-Meter-Laufbahn mit dem Umbau von Platz 1 warten.

Die Firma Wege & Sohn aus Torgau hat den Zuschlag für den Bau des Blockheizkraftwerkes (BHKW) im Schulzentrum erhalten. Baustart für das rund 52 000 Euro teure Projekt soll Anfang Dezember sein. Das BHKW soll am Tag das Schulzentrum mit Strom versorgen, nachts die Straßenbeleuchtung in der östlichen Innenstadt. Schulz rechnet mit rund 7000 Euro Stromersparnis jährlich.

Von Ulrike Witt

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