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Markkleeberg Stadtrat: Umbau des Agra-Sozialtraktes kann beginnen
Region Markkleeberg Stadtrat: Umbau des Agra-Sozialtraktes kann beginnen
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16:20 19.05.2015
Die Stadt Markkleeberg möchte das einstige Agra-Sozialgebäude in den nächsten Jahren zu einem Kulturzentrum umbauen und sanieren. Quelle: André Kempner

Im Juni war das Thema vertagt worden. Ob auf den ersten ein zweiter Bauabschnitt folgt, ist derweil offen.

Es gibt Entscheidungen, die lassen sich nicht aufschieben. Der Beschluss zum Agra-Sozialgebäude ist so einer. "Der Fördermittelgeber will wegen des ausstehenden Haushaltes 2013 jetzt ein Signal von uns, sonst sind die Mittel weg", erklärte Bürgermeister Philipp Staude, der den erkrankten Oberbürgermeister Bernd Klose erneut vertrat. Dass der Petitionsausschuss noch nicht über Purschwitz` Gesuch entschieden hat, sei nicht schädlich. Im Gegenteil: Denn dessen Mitglieder wollen erst wissen, wie viel in das Westphalsche Haus und wie viel in das Agra-Sozialgebäude investiert werden müsste. Diese Zahlen liefert die Planung und die ist Bestandteil des ersten Bauabschnittes.

Im Oktober 2012 hatte der Stadtrat schon einmal Ja zum Umbau des Agra-Sozialgebäudes gesagt (die LVZ berichtete). Die Kosten wurden auf 790 000 Euro geschätzt und ein Fördermittelantrag beim Staatsministerium für Wissenschaft und Kultur gestellt. Inzwischen kam ein positives Signal aus Dresden: Der erste Bauabschnitt wird zu 50 Prozent mit 75 000 Euro gefördert, vorausgesetzt die Stadt steckt bis Ende Februar 150 000 Euro für Planung und Entkernung in das Objekt.

Ganz anders sieht es beim zweiten Bauabschnitt, Sanierung und Umbau, aus. Ob diese Maßnahmen überhaupt und wenn ja, in welcher Höhe gefördert werden, sei unklar, so Staude. Daher könne es sein, dass die Stadt noch Abstand von ihren Plänen nehmen müsse. "Eine Abwägung zwischen Westphalschem Haus und Agra-Sozialgebäude ist später noch immer möglich." Sollte letztlich eine Entscheidung gegen das neue Kulturzentrum getroffen werden, könne das Objekt privat oder gewerblich genutzt werden. Die bis dahin geflossenen Mittel seien nicht vertan, eine Entkernung des lange Jahre von der Awo als Bürogebäude genutzten Hauses ohnehin notwendig.

Linken-Stadtrat Dieter Bormann wollte wissen, wie viel Geld in den letzten Jahren in die Teilsanierung des Westphalschen Hauses geflossen ist. Laut Bauamtsleiter Klaus Hartig waren das seit 2007 fast 450 000 Euro. Weitere 250 000 Euro wären noch notwendig. Dabei sei der dringend notwendige Parkplatz noch nicht einmal eingerechnet. "Hinzu kommt, dass wir die Nachfrage nach Räumlichkeiten im Westphalschen Haus nicht annähernd decken können. Das Agra-Gebäude hätte mehr Raum und Parkplätze, das gilt es zu bedenken", meinte Staude.

SPD-Fraktionsvorsitzender Rolf Müller regte an, die aktuellen Nutzer des Westphalschen Hauses in die Planung des Agra-Projektes einzubeziehen.

Weitere Themen im Stadtrat

- Den Stadträten liegt endlich der Haushaltsentwurf für 2013 vor. Laut Bürgermeister Philipp Staude soll dieser im September beraten und beschlossen werden.

- CDU-Stadtrat Karlheinz Eichler steht vom 29. Juli bis 16. August der Stadtverwaltung vor. Er vertritt den amtierenden Rathauschef Philipp Staude, der dann im Urlaub weilt. Neu ist die Aufgabe für Eichler nicht: Von 1990 bis 1994 war er der erste nach der Wende frei gewählte Bürgermeister der Stadt Markkleeberg.

- Im gerade in der Erschließung befindlichen neuen Wohngebiet an der Hermann-Müller-Straße gibt es bald eine Zarnester Straße. Das hat der Stadtrat beschlossen. Zarnesti ist seit über 20 Jahren die rumänische Partnerstadt von Markkleeberg. Der Vorschlag stammt von der AG Straßennamen. Auf dem Eulenberg gibt es bereits einen Hemminger Bogen und eine Neusässer Straße, die an die deutschen Partnerstädte in Baden-Württemberg und Niedersachsen erinnern.

- Für das "Quartier Riquet" zwischen Koburger Straße und Ring soll ein Bebauungsplan aufgestellt werden. Hintergrund sind Expansionswünsche des Zahnprothetikherstellers Straumann, der seine Produktion seit 2008 stetig ausbaut.

- Monika Reim beendet aus persönlichen Gründen ihre ehrenamtliche Tätigkeit im Seniorenbeirat. Ein Nachrückekandidat wird jetzt angeschrieben.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 19.07.2013

Ulrike Witt

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