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Markkleeberger Stadtrat vertagt Erhöhung der Eintrittspreise für Kulturveranstaltungen

Stadtrat Markkleeberger Stadtrat vertagt Erhöhung der Eintrittspreise für Kulturveranstaltungen

Der Markkleeberger Stadtrat hat der Verwaltung eine Watsche verpasst. Das Kulturamt wollte zum 1. Januar schnell noch die Eintrittspreise für die Lindensäle, das Weiße Haus, die Stadtbibliothek und die Orangerie Gaschwitz anheben. Die Abgeordneten sagten erst mal Nein und verwiesen das heiße Eisen zurück in die Ausschüsse.

Das Weiße Haus wird ab 2016 stärker für kulturelle Veranstaltungen genutzt.

Quelle: André Kempner

Markkleeberg. Der Markkleeberger Stadtrat hat der Verwaltung eine Watsche verpasst. Das Kulturamt wollte zum 1. Januar schnell noch die Eintrittspreise für die Lindensäle, das Weiße Haus, die Stadtbibliothek und die Orangerie Gaschwitz anheben. Die Abgeordneten sagten erst mal Nein und verwiesen das heiße Eisen zurück in die Ausschüsse.

„Mich stört, dass die Vorlage auf das Kulturstättenmanagementkonzept Bezug nimmt, das es so noch gar nicht gibt. Hier soll, wie so oft, der dritte vor dem ersten Schritt gemacht werden“, ärgerte sich Christian Funke (CDU). Oberbürgermeister Karsten Schütze (SPD) erklärte, dass die Stadt wegen der intensiveren kulturellen Nutzung des gerade sanierten Weißen Hauses im Agra Park ab 2016 unter Zeitdruck stehe. „Es macht keinen Sinn, Eintritt auf Basis der noch aktuellen Satzung von 2003 zu erheben, und sechs Monate später die Preise hochzuschrauben“, sagte Schütze.

Wie berichtet, gibt es zwar noch keinen Beschluss zum Verkauf des Westphalschen Hauses, nichtsdestotrotz werden in der Villa Dölitzer Straße 12 längst die Kisten gepackt, sollen beliebte Veranstaltungen, wie die Westphalsche Hausmusik, ab Januar unter neuem Titel und zu neuen Preisen – statt zehn dann 15 Euro – im Weißen Haus laufen.

Funke legte nach: „Sie setzen uns die Pistole auf die Brust. Außerdem erschließt sich mir die Preiskalkulation nicht.“ Kulturamtsleiter Falk Hartig hatte die Anhebung auch mit der Einführung eines „komfortableren und qualitätssteigernden Ticketsystems“ begründet, das einen professionelleren Kartenverkauf und eine bessere Auslastung verspreche. Und last but not least begünstigten höhere Preise das Betriebsergebnis der Häuser.

Fraktionschef Dieter Bormann (Linke) kritisierte, dass die Vorlage nicht im Sozialausschuss behandelt wurde. Und er schloss sich Funke an. „Es ist und bleibt ein Vorgriff auf das Kulturstättenmanagementkonzept. Wir sollten nicht heute einen übereilten Beschluss fassen, sondern noch mal im Ausschuss diskutieren.“

Günter Schwarze (SPD) hinterfragte die Preisgestaltung. „Veranstaltungen im Großen Lindensaal und in der Orangerie sind von unterschiedlicher Qualität. Das muss sich im Preis widerspiegeln. Zehn Euro sind in Gaschwitz zu viel.“ Dass die Vorlage nur die neuen Preise auflistete, und damit keinen Vergleich zuließ, wurde allgemein kritisiert. „Das ist keine gute Vorlage“, so Anne-Katrin Seyfarth (CDU).

Schütze wollte wenigstens die Preise für das Weiße Haus festzurren. Ohne Erfolg: Alle 23 Stadträte plädierten für die Vertagung des Beschlusses.

Von Ulrike Witt

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