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Markkleeberg Startschuss für den begehbaren Urzeithai
Region Markkleeberg Startschuss für den begehbaren Urzeithai
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08:00 02.03.2018
Mit dem eher symbolischen ersten Spatenstich begann gestern im Bergbau-Technik-Park am Störmthaler See der Bau des Tertiär-Spielplatzes. Ein begehbarer Urzeithai, wie rechts im Foto abgebildet, wird das Highlight des Areals. Quelle: André Kempner
GRosspösna

Der erste Spatenstich ist getan, der begehbare Urzeithai kann kommen: Im Bergbau-Technik-Park am Störmthaler See entsteht in diesem Frühjahr der wohl spektakulärste interaktive Spielplatz im Leipziger Neuseenland.

Mit dem neuen Leiter des Naturkundemuseums Leipzig, Ronny Maik Leder, und Dow-Chef Reimer Hasche aus Böhlen waren zwei Persönlichkeiten ganz verschiedener Bereiche gekommen, um beim ersten Spatenstich dabei zu sein: Leder, der in Studententagen noch mit dem Rad durch die Cospudener Braunkohlegrube fuhr und die Urzeithaie zu seinem Fachgebiet machte, hatte den Park bei der Auswahl des richtigen tertiären Spielszenarios samt Hai beraten. Hasche wiederum betonte die Bedeutung des Vorzeigeobjektes Bergbau-Technik-Park und lobte das „bewundernswerte Engagement“ der ehrenamtlichen Helfer. Über das Projekt „Wir für hier“ fördere Dow solche Vorhaben. Und schließlich habe die Chemie ja auch etwas mit dem früheren Bergbau in der Region zu tun.

Rund 70 000 Euro werde der Tertiär-Spielplatz kosten, so Parkchef Thorsten Hinz. 80 Prozent davon seien über die Leader-Förderung geflossen, dankte Großpösnas Bürgermeisterin Gabriela Lantzsch (parteilos), der Rest über Spenden wie von der Dow oder der Sparkasse und ein kleiner Teil vom Bergbau-Technik-Park-Verein selber.

Carcharocles angustidens, ein begehbarer Urzeithai von knapp 14 Metern Länge, steht im Mittelpunkt des Spielplatzes. Tatsächlich seien zahlreiche Zähne solcher Haie in rund 38 Millionen Jahre alten Schichten im Tagebau Espenhain gefunden worden, will der Park später den Kindern auf einem Schild den Spielplatz erklären. Das Spielgerät werde in eine Nische an einem kleinen Wall eingebaut, „der Hai soll quasi aus dem Hügel rausspringen“, erklärte Hinz den Aufbau. Die Verbindung zum speziellen Bewuchs der Leipziger Bucht, aus dem die Braunkohle entstand, sollen Kletterelemente als eine Art Braunkohlewald bringen. Drehbare Bildtafeln, eine Wasserstrecke mit Kontaktpumpe, viel Sand und weitere Elemente ergänzen den Spielplatz. „Wir hoffen, dass wir ihn Ende Mai/Anfang Juni eröffnen können“, so Hinz. Auf jeden Fall sei dies noch vor den Sommerferien geplant.

Lantzsch freute sich, dass der Spielplatz nach zwei Jahren der Vorbereitung Form annimmt. Die Förderung zu ermöglichen, sei jedoch ein „harter Brocken“ gewesen, erzählte sie. Unter anderem habe sie einen Minister überzeugen müssen, eine Richtlinie in den Förderbestimmungen zu ändern, damit nicht nur Grundstücksbesitzer, sondern auch darauf ansässige Vereine in den Genuss des Geldes kommen können.

Insgesamt hoffe die Gemeinde damit natürlich auf noch mehr Besucher im Bergbau-Technik-Park. Der sei wichtig, um den Menschen die Herkunft der Seen zu erklären. Schon jetzt gebe es viele, die nicht wüssten, dass etwa auch der Kulkwitzer See aus einem Tagebau entstand.

Von Jörg ter Vehn

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