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Markkleeberg Störmthaler See wird erst später für alle nutzbar
Region Markkleeberg Störmthaler See wird erst später für alle nutzbar
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17:41 19.05.2015
Nur eingeschränkt nutzbar: Aus der für dieses Jahr geplanten Öffnung des Störmthaler Sees für jedermann wird nichts. Quelle: André Kempner

Wenn am 13. April mit der Schleuseneröffnung Großpösna und Markkleeberg Seenhochzeit feiern, dürfte bei den Bürgern nur gebremste Freude aufkommen und die politische Prominenz in Erklärnotstand kommen. Denn die mit Millionen-Aufwand von öffentlicher Hand gebaute Schleuse verbindet dann den nutzbaren Markkleeberger mit dem für die Allgemeinheit noch nicht nutzbaren Störmthaler See. Allenfalls mit komplizierten Einzelgenehmigungen wird der neue See befahren werden dürfen. So ist zumindest der derzeitige Stand.

Schuld daran dürften die Tagebausanierer der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbauverwaltung (LMBV) sein. Das Bundesunternehmen hatte das frühere Braunkohletagebauloch geflutet, die Uferbereiche saniert, die Seeübergabe vorbereitet, Jahrzehnte für die Vorbereitungen zur Verfügung gehabt - und ist jetzt offenbar davon überrascht worden. Baumbewuchs unterhalb der Wasserlinie, gefährliche Tagebau-Filterbrunnen - diese und weitere Bedenken machte die LMBV als Seebesitzer jetzt geltend.

Das Landratsamt reagierte, legte die für den April geplante Allgemeinverfügung erstmal auf Eis. "Bei der Anhörung zum geplanten Gemeingebrauch des Störmthaler Sees sind durch den Eigentümer des Sees für uns neue, noch unbekannte Aspekte eingebracht worden, die eine Gefährdung für die Nutzung nicht ausschließen", erklärte gestern Kreissprecherin Brigitte Laux. Derzeit werde versucht, über "neue kreative Lösungen" eventuell auch über Einzelgenehmigungen die Nutzung des Sees zu ermöglichen. Die Abstimmung mit der Landesdirektion Leipzig sei noch nicht abgeschlossen, wann entschieden wird, noch offen.

Das neue Fahrgastschiff "MS Wachau" sei vom Allgemeingebrauch nicht betroffen, versuchte Großpösnas Bürgermeisterin Gabriela Lantzsch zu beruhigen. Das werde mit einer Einzelgenehmigung verkehren können. Aber eine Nutzung als einzelner wie Baden oder Paddeln sei bislang nicht möglich, erläuterte sie den Stand der Beratungen.

Sie hoffe, dass nun alle Beteiligten an einem Strang ziehen und am Gemeingebrauch arbeiten. Allerspätestens zur ersten Kreistagssitzung 2014 müsse aber die Erlaubnis erlassen werden, forderte sie. "Alles, was eher passiert, ist uns natürlich recht", versicherte Lantzsch.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 07.03.2013

Jörg ter Vehn

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