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Markkleeberg Störstellen kommen weg: Pleiße wird nutzbar für Boote
Region Markkleeberg Störstellen kommen weg: Pleiße wird nutzbar für Boote
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13:56 19.05.2015
Störstellen wie diese werden beseitigt, das Flussbett begradigt. Quelle: André Kempner

Eigentlich sollte es schon vor Jahren damit losgehen. Tatsächlich liege seit 2009 auch die Baugenehmigung dafür vor, erzählt Steffi Raatzsch. Die Geschäftsführerin des Zweckverbandes Kommunales Forum Südraum Leipzig hatte das Vorhaben über die ganzen Jahre vorangetrieben. Über den Verband, in dem auch Markkleeberg und Leipzig Mitglied sind, wird das Vorhaben auch abgewickelt.

Denn es geht um mehr als ein gerades Flussbett, das auf eine durchschnittliche Tiefe von mindestens 80 Zentimeter gebracht werden soll. Es geht darum, den Fluss als Zubringer für einen geplanten Verbund von Leipzig zum Markkleeberger und von dort aus über die fertige Schleuse zum Störmthaler See herzurichten. Markkleeberg und Leipzig hatten diese Route immer wieder für den touristischen Gewässerverbund ins Spiel gebracht, auch um die Strecke zum Cospudener See durch den sehr schmalen und ökologisch schwierigen Floßgraben zu entlasten.

Das wichtigste Stück der neuen Verbindung ist die so genannte Wasserschlange vom Agra-Wehr zum Markkleeberger See. Wie berichtet, laufen für den Bau Gespräche mit den Tagebausanierern. Denn bei dem letzten Hochwasser war der Markkleeberger See fast übergelaufen, weil immer noch ein leistungsfähiger Ableiter vom Störmthaler und Markkleeberger See zur Pleiße fehlt, alles überschüssige Wasser derzeit über die Kleine Pleiße abgeleitet werden muss. Experten hatten schon im Vorfeld behauptet, der ökologisch sensible Bach könne nicht weiter ausgebaut werden. Sie hatten zu dem Kanal geraten. Derzeit liefen Prüfungen, inwieweit der Bach genüge oder nicht, teilte die LMBV auf Anfrage nur mit.

Rund 1,7 Kilometer lang ist das Stück Pleiße, das in diesem und im nächsten Herbst/Winter in drei Bauabschnitten nun von den Störstellen befreit werden soll. Mit dem ersten Abschnitt solle am 17. November begonnen werden, so Raatzsch. Die Maßnahme sei vorige Woche ausgeschrieben worden.

Neben fünf großen Störstellen wie unterhalb des Fotomuseums solle die unebene Flusssohle begradigt werden, erklärte sie. Die Maßnahme koste rund 1,74 Millionen Euro, werde zu 75 Prozent gefördert. Markkleeberg und Leipzig müssten zusammen rund 434 000 Euro aufbringen. Für die Genehmigung hatte unter anderem ein aufwendiges Planfeststellungsverfahren durchgeführt werden müssen, weil ein Grundstücksbesitzer, der inzwischen verstorben ist, dagegen war.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 24.09.2014
Jörg ter Vehn

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