Volltextsuche über das Angebot:

26 ° / 17 ° Regenschauer

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Störstellen werden plötzlich teuer

Störstellen werden plötzlich teuer

Für den Harthkanal zwischen Zwenkauer und Cospudener See stehen die Zeichen auf Grün. Für die andere Gewässerverbindung zum Südraum, die so genannte Wasserschlange von der Pleiße zum Markkleeberger See, ist derzeit die Finanzierung unklar.

Voriger Artikel
Zwenkauer See möglicherweise erst 2017 voll
Nächster Artikel
Großpösna investiert trotz knapper Kasse

Störstellen wie diese in der Pleiße nahe dem Fotomuseum sollen beseitigt werden. Das Baurecht droht jedoch zu verfallen.

Quelle: André Kempner

Markkleeberg. Genauso unklar, wie für die Beseitigung der Störstellen in der Pleiße, die als Vorbedingung einer Verbindung zum Markkleeberger See gesehen wird.

Dabei liegt nach einem aufwändigen Planfeststellungsverfahren seit 2009 dafür Baurecht vor. Das droht Ende nächsten Jahres zu verfallen. Mittwoch trafen sich Beteiligte der Tagebausanierung und berieten, wie damit verfahren werden soll. Es sei beschlossen worden, einen "begrenzten Kostenumfang" bereitzustellen, um die alte Planung zu überarbeiten und mit allen Beteiligten nach Möglichkeiten zu suchen, wie mit kleinen Leistungen begonnen werden könne, um das Baurecht nicht verfallen zu lassen, erklärte gestern Sprecherin Karin Franke von der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbauverwaltungsgesellschaft (LMBV).

Hintergrund des Dilemmas sind geänderte Rahmenbedingungen des Freistaats. Im letzten Verwaltungsabkommen zur Tagebausanierung seien die Maßnahmen für den Gewässerverbund wegen ihrer großen Tragweite für die Region und der hohen Kosten für die Anlieger noch zu einhundert Prozent vom Freistaat getragen worden, erklärte Steffi Raatzsch vom Zweckverband Kommunales Forum Südraum Leipzig. Selbst die damals üblichen zehn Prozent Eigenanteil der Kommunen für die erweiterte Tagebausanierung seien dem Freistaat beim Gewässerverbund damals zu hoch erschienen. "Mit dem neuen Abkommen ab diesem Jahr werden nun volle 25 Prozent von uns fällig. Dieser Logik kann ich noch nicht ganz folgen", meint Raatzsch.

Welche konkreten Kosten beim Projekt "Störstellenbeseitigung in der Pleiße" inzwischen auf die Kommunen zukämen, ist noch unklar. Die Kostenschätzungen stammten ja aus dem Jahr 2008, meint Raatzsch. Gleichwohl sei Eile geboten, um das ebenfalls teure und aufwändige Planfeststellungsverfahren nicht wiederholen zu müssen.

Nach Schätzungen müssten Leipzig 250 000 Euro und Markkleeberg 200 000 Euro investieren, um die Pleiße durchgängig vom Connewitzer bis zum Agra-Wehr für Kanus und Boote nutzbar zu machen. Böschungen müssten angepasst, Flachstellen beseitigt, die Flusssohle auf einer Länge von insgesamt 1,3 Kilometern neu profiliert werden, erklärt Raatzsch.

"Der Freistaat hat die Spielregeln verändert, aber wir haben keine Haushaltsmittel dafür bereitstehen, auch nicht in der langfristigen Finanzplanung", erklärt Markkleeberger neuer Oberbürgermeister Karsten Schütze (SPD). Insgesamt sehe er durch den Sinneswandel den Gewässerverbund in Gefahr.

Er freue sich, dass der Harthkanal vor allem aus Gründen des Hochwasserschutzes nun umgesetzt werden soll. Allerdings habe die Wasserschlange zur Pleiße eine ähnliche Funktion für den Markkleeberger See. Denn bei den diesjährigen Starkregen im Juni habe der bisherige Ablauf des Sees, die Kleine Pleiße, leider gezeigt, dass sie nicht leistungsfähig genug sei. Dadurch seien am See große Schäden entstanden, glücklicherweise noch nicht am Kanupark. Die idyllische Kleine Pleiße sei aber nicht weiter ausbaubar, daher die Wasserschlange als Ablauf des Sees notwendig.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 15.11.2013
Jörg ter Vehn

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Markkleeberg

Blättern Sie in der prall gefüllten Veranstaltungsbeilage und entdecken Sie die Termine aus unserer Region. mehr

  • LVZ-Sommerkino im Scheibenholz
    LVZ Sommerkino im Scheibenholz: Alle Infos zu Filmen, Ticketverkauf und dem Rahmenprogramm.

    Das LVZ-Sommerkino lädt vom 20. Juli bis 16. August 2017 zu unterhaltsamen Filmabenden ins Scheibenholz. Alle Infos zum Programm und Ticketverkauf... mehr

  • Zeitung in Schulen

    Herzlich willkommen bei den Schulprojekten der Leipziger Volkszeitung und ihrer Regionalausgaben. mehr

  • LVZ-Fahrradfest 2017
    Logo LVZ-Fahrradfest

    Das 13. LVZ-Fahrradfest lud am 14. Mai 2017 wieder Radler ein, gemeinsam in die Pedalen zu treten. Fotos, Videos und Infos finden Sie in unserem Sp... mehr

  • Asisi - Welt der Panoramen
    Panometer Leipzig: Alle Infos zum "Titanic" und den weiteren Panoramaprojekten von Yadegar Asisi

    Erfahren Sie im Special von LVZ.de alles zum Titanic-Panorama im Panometer Leipzig und den asisi-Panoramen in Dresden. mehr

  • Schau! Das Leipziger Museumsportal
    Schau! Das Leipziger Museumsportal

    Alle Informationen zu den Museen in Leipzig, ihren Ausstellungen und Events auf einen Blick im Special der LVZ. mehr

  • Sparkassen Challenge
    Logomotiv der Sparkassen Challenge 2017

    "Sport frei!" heißt es auch 2017 bei zahlreichen Wettkämpfen der Sparkassen-Challenge. Alle Events mit vielen Fotos finden Sie hier! mehr

  • Gutes von hier

    Das regionale Schaufenster mit Produkten und Dienstleistungen aus dem Leipziger Raum - von traditionell bis innovativ. Gutes von hier eben! mehr

22.07.2017 - 05:20 Uhr

Alemannia-Fußballer spielen auch kommende Saison in der Kreisoberliga.

mehr