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Markkleeberg Streifendienst wird wahrscheinlich aus Markkleeberg abgezogen
Region Markkleeberg Streifendienst wird wahrscheinlich aus Markkleeberg abgezogen
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14:14 19.05.2015

Die Pläne stellte der Leiter des zuständigen Polizeireviers Leipzig-Südost, Polizeioberrat Thomas Kretzschmar, diese Woche dem Stadtrat vor.

"Wir binden derzeit 50 Prozent unseres Personals in Markkleeberg, aber nur acht Prozent aller Straftaten werden hier begangen", erklärte Kretzschmar. Das flächenmäßig große Revier Leipzig-Südost mit seinen fünf Dienststellen, das von Markkleeberg über Connewitz, Stötteritz und Paunsdorf bis nach Borsdorf reicht, stelle seine Leute vor enorme Herausforderungen. "Wir gelangen regelmäßig an unsere Kapazitätsgrenzen", gestand der Polizeioberrat. Die Beamten hetzten unter der Woche nur noch von Einsatz zu Einsatz, der Krankenstand liege inzwischen bei zwölf Prozent. Selbst Suizidversuche habe es unter den Beamten wegen der Arbeitsüberlastung schon gegeben, berichtete er den Stadträten.

"Wenn ich das Personal, was ich laut Reformpapier haben müsste, wirklich hätte, hätte ich keine Probleme", sagte der Revierleiter. Die einzige Lösung sehe er darin, den Streifendienst künftig in der Dienststelle Richard-Lehmann-Straße in Leipzig, also direkt im Kriminalitätsschwerpunkt Connewitz, zu konzentrieren, Markkleeberg normal zu bestreifen.

"Ich versichere Ihnen aber, das Objekt Markkleeberg würde weiterhin rund um die Uhr besetzt. Und in Notsituationen wird sich binnen Minuten alles in Richtung Markkleeberg bewegen", so der Polizeioberrat. Außerdem werde darüber nachgedacht, die jetzt im Paunsdorf PC ansässige Dienststelle, deren Mietvertrag 2020 ausläuft, nach Markkleeberg zu holen. "Das sind aber bislang alles nur Ideen."

In diesem Jahr rechnet er in Markkleeberg mit einem ähnlichen Kriminalitätsaufkommen wie 2013. 2336 Delikte wurden im vergangenen Jahr registriert. "Die meisten Sorgen bereiten uns Diebstähle in und aus Fahrzeugen", sagte er. Die Polizei erfasst diese unter dem Namen Cospuden-Delikte, weil viele der Einbrüche auf Parkplätzen rund um den Cospudener See verübt werden. Bei den Tätern handele sich oft um Junkies, die zwischen 80 und 100 Euro am Tag bräuchten, um ihre Drogensucht zu finanzieren. Im Großraum Leipzig rechnet er mit 5500 mutmaßlichen Tätern.

Ein Lob richtete er, der Ende Oktober die Revierleitung an Sebastian Spreer abgeben wird, an die Stadtverwaltung: "Die Zusammenarbeit ist wunderbar."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 27.09.2014
Ulrike Witt

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