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"Suche verzweifelt Vier-Raum-Wohnung"

"Suche verzweifelt Vier-Raum-Wohnung"

Wenn Bruno in Ruhe Hausaufgaben machen möchte, hat er es schwer, ein ruhiges Eckchen zu finden. Denn sein dreijähriger Bruder turnt immer um ihn herum. Die beiden Brüder teilen sich ein Zimmer, für die Eltern ist das aber kein Dauerzustand.

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Sanierungsfall: In der Hauptstraße sollen bis 2015 wieder Wohnungen entstehen.

Quelle: Jörg ter Vehn

Markkleeberg. Doch Vier-Raum-Wohnungen sind in Markkleeberg rar.

"Seit mehreren Jahren suchen wir eine Wohnung mit vier Zimmern, bisher ohne Erfolg", sagt Anne Ulbrich, Brunos Mutter. In den vergangenen Jahren sei es noch machbar gewesen, dass sich die Söhne ein Zimmer teilen, doch seit der Große zur Schule ginge, seien Streitereien an der Tagesordnung, der Zustand werde unerträglich.

Zwar ist Markkleeberg äußerst familienfreundlich, es gibt zahlreiche Kindergärten; Schulen, Sporthallen und Horteinrichtungen wurden saniert. Doch die Wohnungssituation kann mit der Familienfreundlichkeit nicht mithalten. Neu gebaute große Wohnungen wie die in der Rathausstraße sind quasi schon weg, wenn das Haus noch nicht ganz steht. Auch sanierte Wohnungen wie in Gaschwitz, zum Teil mit Gartennutzung, sind schneller weg, als manche Familien gucken können. "Die Stadt ist ein gefragter Wohnstandort für Familien", sagt Katja Hildebrandt, die Prokuristin der Wohnungsbaugesellschaft Markkleeberg (WBG). Gerade junge Eltern ziehe es hierher - wegen der Natur, der Seen, des kurzen Weges nach Leipzig.

188 Vier-Raum-Wohnungen hat die WBG - derzeit allerdings alle vermietet. Wer erst einmal eine große Wohnung hat, gibt sie auch nicht so schnell wieder her. Deshalb stehen etliche Familien auf der Warteliste, oft jahrelang. Sieben Jahre sind es mittlerweile bei Familie Ulbrich. Wohneigentum kommt für das Paar eigentlich nicht in Frage, "die Preise sind ja hier so in die Höhe gegangen, dass sich normal verdienende Eltern ein Haus oder eine Eigentumswohnung nicht leisten können", erklärt Anne Ulbrich. Wegen ihrer Situation sind sie und ihr Mann allerdings am Überlegen, ob ein eigenes Haus nicht doch finanzierbar wäre. "Wir bleiben gerne in Markkleeberg, aber es muss bezahlbar sein."

Von Seiten der Stadt sind Neubauten von mehreren großen Wohnungen derzeit nicht geplant. Allerdings entstehen in der Hauptstraße 78 a-d noch 16 Wohnungen bis 2015. "Eine Kommune unterliegt immer Schwankungen, vor wenigen Jahren noch waren Zwei-Raum-Wohnungen sehr gefragt", sagt Markkleebergs Bürgermeister und zugleich WBG-Chef Philipp Staude. Daher seien einige große Wohnungen in kleine umgebaut worden, das werde derzeit - wo möglich - wieder rückgängig gemacht.

Das passiert zunehmend auch bei der Wohnungsgenossenschaft Böhlen, der insgesamt 206 Wohnungen in Markkleeberg gehören, wovon lediglich elf vier oder fünf Zimmer haben. "Wenn es machbar ist, bauen wir auch um, die Nachfrage ist riesig", sagt eine Mitarbeiterin. Große Wohnungen stünden meist nur einen Tag leer, "dann sind sie schon weg". Das sei allerdings nicht nur in Markkleeberg zu beobachten. In Groitzsch und Pegau sei die Situation identisch.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 04.07.2013

Julia Tonne

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