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Markkleeberg Südliches Neuseenland kommt endlich in Fahrt
Region Markkleeberg Südliches Neuseenland kommt endlich in Fahrt
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Pegau dient im neuen ÖPNV-Konzept als wichtige Verknüpfungspunkt zwischen Bus und Bahn. Quelle: Olaf Krenz
Landkreis Leipzig

Das Verkehrsvorhaben Südliches Leipziger Neuseenland soll dem Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) zu mehr Schwung verhelfen. Nachdem mit Muldental in Fahrt bereits der Raum rund um Grimma, Bad Lausick, Brandis und Colditz mehr Busverbindungen erhielt, nimmt sich die Landkreisverwaltung nun den westlichen Teil des Kreises vor. Das Gebiet, das künftig ebenfalls von vertakteten Linien und einer besseren Abstimmung auf den Zug profitieren soll,umfasst insgesamt elf Kommunen. Dazu gehören die Städte Groitzsch, Pegau, Böhlen, Rötha, Kitzscher, Regis-Breitingen, Zwenkau sowie die Gemeinden Neukieritzsch, Elstertrebnitz, Belgershain und Großpösna.

Bahnanbindungen sollen durch Bus-Linien noch attraktiver werden

Die grundsätzlich gute Erschließung durch die Bahn soll mit den neuem Angebot noch mehr zum Tragen kommen. Im Projektgebiet verkehren bisher sechs PlusBus-Linien. Diese werden beibehalten. Neu kommen drei TaktBus-Linien zwischen Zwenkau, Knautkleeberg, Kitzen und Groitzsch sowie Pegau, Groitzsch, Neukieritzsch und Borna hinzu. TaktBus-Linien verkehren im Zwei-Stunden-Takt mit zusätzlichen Fahrten für den Schülerverkehr.

300 Hinweise bei Online-Befragung eingegangen

Ines Lüpfert, Zweite Beigeordnete des Landkreises, betonte die frühe Einbeziehung der Bürger bei dem Projekt. Bei einer Onlinebeteiligung waren rund 300 Hinweise eingegangen, die Mehrheit davon aus den Ortsteilen der Stadt Rötha. Erst kürzlich trafen sich Vertreter des Landkreises, der beteiligten Busunternehmen Regionalbus und Thüsac sowie Einwohner in Mölbis, um letzte Verbesserungen auf den Weg zu bringen.

Quelle: Landkreis Leipzig

Nachdem der Kreis im September 2017 für die touristischen Linien im Gebiet bereits grünes Licht gegeben hatte, folgte nun wie erwartet auch ein positives Votum zum nächsten Schritt. Dieser soll ab August 2019 mit zusätzlich rund 450 000 Fahrplankilometern umgesetzt werden. Der Groitzscher Bürgermeister Maik Kunze, zugleich Vorsitzender der CDU-Fraktion im Kreistag, zeigte sich erfreut, dass nun auch für das südliche Neuseenland bessere Verbindungen entstehen. Mit Blick auf die Dauerbaustelle A 72 und die gekappte Autoverbindung in Großdeuben hielt er es für eine Chance, jetzt mehr Leute für den ÖPNV zu gewinnen. „Immerhin dauern die Arbeiten an der Autobahn noch acht Jahre.“

A72-Baustelle als Argument für den Schienenverkehr

Auch aus Sicht seines Zwenkauer Amtskollegen Holger Schulz (CDU) müsse der ÖPNV auf diese Situation reagieren. Man könne die Baustelle A 72 nicht ausblenden. „Wir müssen jetzt mit guten Ideen die Leute zum Umstieg auf die Schiene bewegen“, forderte Schulz im jüngsten Kreistag. Anknüpfungspunkte seien die Bahnhofe Böhlen und Großdalzig.

Landrat Henry Graichen (CDU) sagte zu, sich die Situation vor diesem Hintergrund noch einmal anzuschauen. „Derzeit befinden wir uns für die elf Kommunen in der Feinplanung“, erklärte Ines Lüpfert. Dabei werde unter anderem eine bessere Anbindung von Zwenkau in Richtung Böhlen geprüft. „Die Ausrichtung nach Markkleeberg macht derzeit wenig Sinn, da die Busse dort nur im Stau stehen würden“, so Lüpfert.

Kitzscher wird zentraler Schnittstelle beider Verkehrsräume

Ein zentrales Element des überarbeiteten Liniennetzes stellt Kitzscher dar. Der Busplatz dient nicht nur im Rahmen von Muldental in Fahrt als wichtiger Knoten, sondern wird auch in das neue Vorhaben integriert. Kitzscher stelle somit nicht nur den Gelenkpunkt zwischen den beiden ÖPNV-Konzepten, sondern auch zwischen den beiden Altlandkreisen Muldentalkreis und Leipziger Land dar. Weitere wichtige Verknüpfungsstelle ist der Bahnhof Pegau, der künftig von noch mehr Bussen angefahren werden soll. Hier bestehe ein guter Anschluss an die Züge der Strecke Gera-Zeitz-Leipzig – mit allen Potenzialen, die eine geforderte Einbindung der Verbindung ins mitteldeutsche S-Bahn-Netz verspricht.

Weitere Bahn-Anschlüsse sollen geschaffen werden

Ein wesentliches Anliegen der Planer war es, die Anbindung nach Leipzig zu verbessern. So verfügen Belgershain, Böhlen, Großpösna, Neukieritzsch, Pegau und Regis-Breitingen bereits jetzt über einen eigenen Bahn-Anschluss nach Leipzig, heißt es in den Untersuchungen. Für andere Orte wie Kitzscher oder Groitzsch soll dieser mit dem neuen Konzept geschaffen werden.

Von Simone Prenzel

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