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Markkleeberg Super Stimmung beim ersten Paddelfestival im Kanupark Markkleeberg
Region Markkleeberg Super Stimmung beim ersten Paddelfestival im Kanupark Markkleeberg
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08:22 18.10.2016
Vor der eindrucksvollen Kulisse des Bergbau-Technik-Parks gaben sich Paddelfans am Wochenende im Kanupark ein Stelldichein. Quelle: André Kempner

Zeitweise waren bis zu 150 Boote gleichzeitig im Wildwasserkanal.

 "Sehr angenehme und entspannte Atmosphäre", lobte Winfried Jungmetz. Der 45-jährige Berliner kletterte erschöpft, aber glücklich aus dem Zielbecken. Auf das Paddelfestival sei er durch die Fachpresse aufmerksam geworden. "Ich habe schon gewartet, dass es endlich losgeht. Das ist für die meisten der Saisonstart." Jetzt wolle er noch einen Workshop besuchen, dann erst mal hoch auf den ausgebuchten Campingplatz. "Morgen geht's wieder ins Wasser", so Jungmetz strahlend.

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XXL-Paddelfestival 2013 im Kanupark am Markkleeberger See in Markkleeberg.Tausende Wassersportler kamen zum paddeln in den Kanupark.

 Die Lübeckerin Helke Möller ließ sich von Oliver Grau aus Nussdorf am Inn beraten. Der Händler war einer von 20 Ausstellern. "Ich möchte mir ein neues Paddel zulegen" verriet die 67-Jährige, die mit Freunden angereist war. Eigentlich sei der Norden ihr bevorzugtes Wassersportrevier, "aber ich bin begeistert, was hier aus einem Tagebau geworden ist". Der 38-jährige Oliver Grau zeigte in Richtung Bergbau-Technik-Park: "So wie ihr über die Berge in meiner Heimat staunt, so staune ich über solche Tagebauriesen." Während Möller für Sonntag eine Paddel-Tour durch Leipzig gebucht hatte, hoffte Grau auf gute Geschäfte.

 Anlaufstation für Erfahrene wie Einsteiger war der Deutsche Kanuverband. Geschäftsführer Dieter Reinmuth aus Duisburg war ebenfalls begeistert von der Veranstaltung: "Ich habe nur einen Kritikpunkt - das Wetter." Schließlich musste wegen starken Windes eine Kanutour auf dem Markkleeberger See ausfallen. Die zwölfjährige Kaya, die mit ihrem Vater Jörg Kölling extra aus Hannover nach Auenhain kam, konnte der Sonne-Regen-Mix nicht schrecken. "Wenn ich im Kanu sitze, werde ich eh nass, ob von unten oder oben ist doch egal."

 Auf die Frage, was die Faszination des Paddeln ausmache, musste Falk Bruder nicht lange überlegen. "Auf dem Wasser aus eigener Muskelkraft unterwegs zu sein. Auf einer natürlichen Straße, die den Paddler durch Wind, Strömung und Wasserstand immer wieder neu herausfordert, das ist der Reiz", so der 46-jährige Leipziger.

 Und das scheinen immer mehr Messestädter zu entdecken, wie Carola Bloy vom Kanu- und Freizeitzentrum Leipzig-Südwest erklärte. "Der Zulauf in den Vereinen, aber auch an den Bootsverleihstationen ist inzwischen so groß, dass wir an schönen Sommertagen an der Grenze zur Überlastung der Gewässer sind." Dennoch sei das Festival eine schöne Werbung. Mit dem sächsischen Kanuverband bot sie am Wochenende die Leipzig-Touren an.

 Horst Fuersattel, Festivalveranstalter und Paddel-Urgestein aus dem Raum Nürnberg, freute sich über den herzlichen Empfang, den die Markkleeberger und Leipziger den Gästen bereitet hätten. "Die Leute sind durchweg mehr als zufrieden", sagte der 55-Jährige, der am Nachmittag die Boxen für den Partyabend aufbaute. Die Möglichkeit über 250 Boote und Zubehör kostenlos zu testen, sei einmalig in Deutschland. "80 Prozent der Leute sind zum ersten Mal in der Region. Und man kann davon ausgehen, dass sie wiederkommen", ergänzte Falk Bruder.

 Kanupark-Chef Christoph Kirsten, von Haus aus Kanute, staunte über die hartgesottenen Freizeit-Paddler: "Das Wasser hat höchstens fünf bis sechs Grad und die stecken schon früh die Köpfe beim Kenterrollen-Training in den See. Das ist eine Leistung." Respekt zollte der 32-Jährige auch den Stand-up-Paddlern, denn der Wind machte die Trendsportart zu einer wackligen Angelegenheit. Nächstes Jahr werde es mit Sicherheit das zweite XXL-Paddelfestival geben, dann vielleicht sogar mit einem Rekordversuch, machte Kirsten neugierig. Definitiv wird 2014 aber die Kanupark-Schleuse geöffnet sein. Die Übergabe ist jetzt für den 18. Mai geplant.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 15.04.2013

Ulrike Witt

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