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Markkleeberg Tagebausanierer LMBV legt den Auenhainer Graben offen
Region Markkleeberg Tagebausanierer LMBV legt den Auenhainer Graben offen
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00:21 12.07.2018
Im Herbst werden die Ränder des Auenhainer Grabens mit rund 140 Hochstämmen bepflanzt. Sie sollen Schatten spenden. Quelle: Foto: Andre Kempner
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Markkleeberg

Vor dem Umbau wurden die im Böschungsbereich vorkommenden Zauneidechsen gefangen und umgesiedelt. Der teilweise zugewucherte Graben war zu dieser Zeit nicht mehr bewirtschaftungsfähig, im Sommer ausgetrocknet, bei Starkregen übervoll.

Jetzt dient das 618 Meter lange Kanalbett zwischen dem Wachauer- und dem Auenhainer Strand wieder als natürliche Vorflut, um das Oberflächenwasser aus seinem Einzugsgebiet sicher abfließen zu lassen. Insgesamt müssen 29 Meter Höhenunterschied überwunden werden. Dafür wurden wie beim Schlumperbach am Störmthaler See, nur nicht in den dortigen Ausmaßen, Kaskaden errichtet und vollverklammerte Wasserbausteine eingesetzt, die vor Erosion schützen.

Im Bereich der Ackerfläche mit einem sehr geringen Gefälle hat der rasenbesetzte Graben eine Sohlbreite von 50 Zentimetern. Im Hangbereich entspricht die Sohlbreite rund einem Meter. Vorhandene Wege wurden mit Durchlässen gequert.

„Ab Herbst werden noch rund 140 Hochstämme wie Stieleiche oder Wildapfel und Sträucher zur Beschattung des Gewässers gepflanzt. Anschließend erfolgen bis zum Jahr 2020 Arbeiten der Fertigstellungs- und Entwicklungspflege“, erklärt Anja Kägler, Projektmanagerin bei der LMBV.

Die Baumaßnahme unter Projektträgerschaft der LMBV wurde von der Firma Ecosoil Ost GmbH realisiert. Die Finanzierung erfolgt im Rahmen des Verwaltungsabkommens Braunkohlesanierung. Die bergrechtliche Verpflichtung resultiert aus der Zulassung zum Abschlussbetriebsplan Tagebau Espenhain und den wasserwirtschaftlichen Maßnahmen in diesem Territorium.

Von Gislinde Redepenning

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