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Tagesklinik wird am Montag eröffnet

Tagesklinik wird am Montag eröffnet

Das Helios-Geriatriezentrum Zwenkau baut sein Angebot aus: Am Montag wird in der Pestalozzistraße eine Tagesklinik mit zehn Plätzen eröffnet. Betagte Patienten können dann im Südraum Leipzig rundum versorgt werden – von der Akutgeriatrie über die teilstationäre Betreuung bis zur Rehabilitation.

Zwenkau. Ziel ist, dass Senioren so lange wie möglich selbstständig Zuhause leben können.

„Mit der Tagesklinik setzen wir den dritten Baustein für die geriatrische Versorgung im Landkreis Leipzig“, sagt Chefarzt Ralf Sultzer. Bisher sei diese bei akut erkrankten älteren Patienten und hinsichtlich tagesklinischer Angebote trotz des erfolgreichen Rehabilitationsstandortes Zwenkau unzureichend gewesen. Bis Mai dieses Jahres fehlte vor allem die seit 2010 im Sächsischen Geriatriekonzept vorgesehene Akutgeriatrie. Dabei handele es sich um eine spezielle Abteilung für Patienten, die zusätzlich zu einer chronischen Erkrankung wie Parkinson oder Demenz einen Schlaganfall, einen Oberschenkelhalsbruch oder eine Lungenentzündung erleiden und damit auch Reha-Bedarf haben. Eine Einweisung könne aber auch bei unklaren Stürzen, Schmerzen, Schwindel sowie zur Hochdruck- und Diabeteseinstellung erfolgen.

Seit einem halben Jahr gibt es in Zwenkau acht akutgeriatrische Betten. „Im Unterschied zur Reha, wo ein langes Antragsverfahren einzuhalten ist, werden die Patienten direkt vom Hausarzt eingewiesen oder aus anderen Krankenhäusern und natürlich auch innerhalb der Helios Kliniken Leipziger Land zu uns verlegt“, erklärt Sultzer. Dank eines fachübergreifenden Teams gebe es mehr Diagnostik, mehr Therapie und eine früh einsetzende Rehabilitation. „Ärzte und Schwestern können sich bei uns intensiver und spezifischer den vielfältigen Problemen eines alten Menschen widmen“, meint Sultzer.

Da kaum ein Patient nach ein oder zwei Wochen Krankenhaus ohne Bedenken nach Hause entlassen werden kann, ist oft eine Anschluss-Reha unter Beachtung der Begleiterkrankungen notwendig. Doch nicht immer muss die vollstationär erfolgen. Dafür sei die Tagesklinik eine gute Alternative, sagt Sultzer und betont, dass in Sachsen keine spezielle Einrichtung für die ambulante geriatrische Rehabilitation existiere. In Zwenkau werde also Neuland betreten.

Geöffnet ist die Tagesklinik ab 12. November montags bis freitags von 8.30 bis 14.30 Uhr. Auf dem Programm stehen Untersuchungen, Physio- und Ergotherapie sowie die psychologische und soziale Beratung von Patienten und Angehörigen, aber auch das gemeinsame Frühstück und Mittagessen, sowie ein erholsames Schläfchen. Die Patienten werden auf Wunsch früh zu Hause abgeholt und am Nachmittag zurückgebracht, sofern die Fahrt 30 Minuten nicht übersteigt – eine Erleichterung für die Familien und das ohne Zuzahlung, wie Sultzer versichert.

Die Vorteile der Tagesklinik liegen für den Chef des Zentrums für Akutgeriatrie und Frührehabilitation auf der Hand: „Die Patienten können eher aus dem Krankenhaus oder müssen gar nicht erst rein und sie werden früher und besser in den Alltag wieder eingegliedert.“ Ohnehin sei eine ambulante Therapie oft intensiver. Nicht zu unterschätzen sei auch die psychische Komponente. „Viele Kranke möchten so lang irgend möglich in ihren eigenen vier Wänden bleiben“, sagt Sultzer. Voraussetzung für eine Betreuung in der Tagesklinik sei allerdings, dass die Senioren mit Hilfsmitteln wie Rollatoren mobil und körperlich wie seelisch ein Stück weit belastbar sind. „Im Ausnahmefall können wir aber auch mal einen Rollstuhlfahrer aufnehmen.“

Im Geriatriezentrum Zwenkau sind die Vorbereitungen für die Tagesklinik fast abgeschlossen. In den letzten Wochen wurden ein Ruhe- und ein Aufenthaltsraum sowie neue Therapieräume inklusive einer Therapieküche eingerichtet. Aufrüsten musste die zwölfte Helios-Klinik auch in Sachen Personal. „Wir haben einige halbe in ganze Stellen umgewandelt, aber wir werden auch Neueinstellungen bei Ärzten vornehmen“, kündigt Sultzer an. Letzteres auch mit Blick auf die im Frühjahr in Borna anstehende Eröffnung einer größeren Akutgeriatrie.

Ulrike Witt

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