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Markkleeberg Tagsüber Nachtwächter in Markkleeberg
Region Markkleeberg Tagsüber Nachtwächter in Markkleeberg
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15:12 23.02.2018
Macht eine gute Figur: Nachtwächter Thomas Reininger vor dem Rathaus in Markkleeberg. Quelle: Andre Kempner
Markkleeberg

Der Nachtwächter von Markkleeberg war am Donnerstag tagsüber unterwegs. Bei den Hortkindern der Grundschule Markkleeberg-Mitte sorgte er für Ferienunterhaltung mit Anspruch.

In voller Montur mit dem Wappen der „Gilde der Nachtwächter, Türmer und Figuren“ wolle er vom Wirken der Nachtwächter erzählen, sagte Reininger. „Viele Kinder in dem Alter wissen ja gar nicht, dass es so etwas früher mal gab“, schmunzelte er. Und damit der Spaß nicht zu kurz komme, dürften die Kinder auch mal alle in das große Horn stoßen.

Reininger feiert in diesem Jahr ein kleines Jubiläum: Seit zehn Jahren sei er nun schon Nachtwächter, erzählte er. Einmal im Monat führt er in der dunklen Jahreszeit Gäste durch die Stadt, am 24. März gehe es zum Beispiel auch zum Verließ von Markkleeberg, deutet er an. Touren sind über den Tourismusverein (Tel. 0341 33796718) oder direkt bei ihm (Tel. 0163 1618464) zu buchen.

Zu den Hortkindern sei er natürlich „freiwillig und ohne Bezahlung gegangen“, sagte er. Reininger fühlt sich der Geschichte der Stadt und ihrer Geschichten verpflichtet. Die erzählt er gerne und sachkundig bei seinen Führungen. Auch, dass Markkleeberg eigentlich gar keinen Nachtwächter hatte. Schließlich habe Markkleeberg früher nur aus einer Reihe von Herrenhäusern mit umliegenden Siedlungen bestanden, da habe es keiner Nachtwächter bedurft.

Reininger macht trotzdem eine gute Figur in seiner Kluft samt Laterne und Hellebarde. In Österreich ziert sein Bildnis sogar eine 65-Cent-Briefmarke. Aber in Deutschland sei so etwas ja leider nicht möglich, bedauert Reiniger.

Der rüstige Rentner spaziert übrigens auch als Oberpostmeister Johann Jakob Kees verkleidet durch Markkleeberg, stößt ins Posthorn. Kees immerhin ist sogar eine LVB-Straßenbahn gewidmet.

Von Jörg ter Vehn

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