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Technik und Zusammenhalt reizen junge Kameraden

Technik und Zusammenhalt reizen junge Kameraden

Nachwuchs - für die meisten Freiwilligen Feuerwehren ein Riesenproblem. In Zwenkau schaut Stadtwehrleiter Bernd Colditz verhalten optimistisch in die Zukunft. Am Samstagabend bei der Auszeichnungsveranstaltung im Saal Zitzschen konnte er nach der nur Stunden zuvor bestandenen Truppmann-Prüfung gleich sieben junge Männer in die aktive Wehr aufnehmen.

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Ehrenamtliche Lebensretter: Die Hauptakteure der Feuerwehr-Veranstaltung im Saal Zitzschen mit Bürgermeister Holger Schulz (2.v.r.).

Quelle: André Kempner

Zwenkau. "Die jungen Kameraden bedeuten für uns eine nachhaltige Strukturverbesserung", erklärte Colditz. In den vergangenen Jahren seien höchstens drei Teenager von der Jugendwehr in die aktive Truppe aufgerückt. Colditz weiß, es gibt keine Garantie, dass die Männer bei der Stange bleiben. Zu viele Vereine und Freizeitangebote konkurrieren mit der Feuerwehr. "Und mit Beginn der Ausbildung brechen viele weg."

Bei diesem Jahrgang könnte das anders sein. Maximilian Franke ist einer der Hoffnungsträger. Der Gymnasiast aus Audigast verstärkt die Ortswehr Rüssen-Kleinstorkwitz. "Bei der Feuerwehr zu sein, ist cool, richtig cool. Mir gefällt der Zusammenhalt. Hier wird keiner ausgegrenzt, egal wie alt er ist, egal welchen Beruf er hat", schwärmte der blonde 16-Jährige. Und er weiß, was er will: "Nach dem Abi werde ich Geologie studieren, bei der Mibrag arbeiten und in der Feuerwehr zum Gruppenführer aufsteigen."

Für die neuen jungen Männer sind Karl Stöbe und Rolf Straube Vorbilder. Die Senioren erhielten von Bürgermeister Holger Schulz (CDU) das Feuerwehrehrenkreuz für 60 Jahre Mitgliedschaft. "Unsere Wehren funktionieren, sie sind eine große Familie. Jeder erfüllt seine Aufgabe, ob aktiv oder im Hintergrund, denn auch das ist wichtig", so Schulz.

Den Rathauschef plagen auch Sorgen. Die Ortswehren Löbschütz und Großdalzig müssten rein rechnerisch aufgelöst werden. "Aber eine Ortswehr ist eben mehr, sie hat auch eine sozial-kulturelle Funktion in so kleinen Orten, auch wenn die Unterhaltung für uns als Kommune ein Kraftakt ist", so Schulz.

Anfang Dezember soll das mit 24 Alarmierungen "relativ ruhige", dafür mit Feiern wie 150 Jahre FFW Zwenkau und 155 Jahre Löschwesen in Rüssen-Kleinstorkwitz gespickte Jahr mit einem Höhepunkt ausklingen. Die Ortswehr Zitzschen bekommt nachträglich zum 80. Geburtstag Ersatz für ihren 46 Jahre alten W 50: ein neues Löschfahrzeug.

"Lasst es heute richtig krachen", rief Schulz den 150 feiernden Kameraden im Saal Zitzschen zu und sagte stolz: "Das sind die Frauen und Männer, die 2013 bei der Flut die Elster-Region und Leipzig gerettet haben."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 17.11.2014
Ulrike Witt

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