Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Markkleeberg Tellschütz erinnert an Kirchenbrand vom 10. Januar 2015
Region Markkleeberg Tellschütz erinnert an Kirchenbrand vom 10. Januar 2015
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:25 14.01.2016
Pfarrerin Barbara Hüneburg hält die Andacht zum ersten Jahrestages des Kirchenbrandes. Quelle: André Kempner
Anzeige
Zwenkau

Mit Original-Glockengeläut vom Band begann am Sonntag die Andacht zum ersten Jahrestag des Kirchenbrandes in Tellschütz. Über 50 Bewohner des Zwenkauer Ortsteils und Gäste, darunter Bürgermeister Holger Schulz, trafen sich am Nachmittag in der eingerüsteten Ruine um an die Katastrophe vom 10. Januar 2015 zu erinnern.

„Unsere Sprach- und Fassungslosigkeit waren vor einem Jahr angesichts der Zerstörung unserer Kirche unermesslich groß. Die Wunde ist bis heute ein Teil von uns. Aber wir haben auch Gutes erfahren: Anteilnahme, achtsame Worte und Spenden. Wie wichtig das alles ist, um Kraft für den Wiederaufbau zu schöpfen, habe ich so zum ersten Mal erlebt“, erklärte Pfarrerin Barbara Hüneburg.

Sie dankte dem Kirchenvorstand, der evangelischen Kirche und den Planern für ihre Unterstützung, und der Feuerwehr, die zumindest ein Übergreifen auf benachbarte Gebäude in der Sturmnacht hatte verhindern können. Bürgermeister Schulz erinnerte Hüneburg daran, dass der Wiederaufbau nur Sinn macht, wenn die Löschsituation in Tellschütz endlich verbessert wird. Beim Neujahrsempfang hatte der Rathauschef verkündet, dass die Mittel für zwei Löschbrunnen in den Haushalt 2016 eingestellt werden sollen.

„Unser Ziel ist es, dass die Kirche in ihrer historischen Fassung wieder ersteht – innen und außen“, gab Kirchenvorstand Sandro Berthold Einblick in die Planungen für den Wiederaufbau. So weit möglich sollen moderne Anforderungen an Brandschutz und Sicherheit berücksichtigt, die Aufgänge im Turm verbreitert, der neuen Orgel mehr Raum geboten werden. Die große Glocke von 1478, die als einziges Ausstattungsstück von der 500 Jahre alten Dorfkirche übrig geblieben aber nicht mehr funktionstüchtig ist, soll einen Ehrenplatz bekommen.

Wann die neue Kirche geweiht werden kann, ist noch offen. Im Frühjahr soll der Bauantrag gestellt werden, spätestens im Herbst Baustart sein. „Ich wäre hochzufrieden, wenn am 10. Januar 2017 das Dach drauf ist“, verriet Berthold. Dass am Sonntag, anders als vor einem Jahr, die Sonne lachte, werteten die Tellschützer als Zeichen der Hoffnung.

Von Ulrike Witt

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Neue Konzertreihen, neue Ausstellungen, neue Räume: Pünktlich zum neuen Konzertjahr ist das Weiße Haus im Agra-Park als gediegene Veranstaltungsstätte saniert worden.

11.01.2016

Lächeln, persönliche Worte für jeden der vielen Gäste und Händeschütteln im Akkord beim traditionellen Neujahrsempfang: Bürgermeister Holger Schulz (CDU) musste sich am Freitag seinen Weg zum Rednerpult im brechend vollen Ratssaal durch zahlreiche Besucher bahnen, die seine Ansprache vom Flur aus verfolgten.

10.01.2016

Tränen der Rührung und stehender Applaus für Markkleebergs Alt-Oberbürgermeister Bernd Klose – der Neujahrsempfang am Freitagnachmittag wird nicht so schnell in Vergessenheit geraten. Im Beisein von 450 Gästen, darunter Integrationsministerin Petra Köpping (SPD), Bundestagsabgeordnete Katharina Landgraf, Landtagsabgeordneter Oliver Fritzsche (beide CDU) sowie Kreis-Dezernent Thomas Voigt, wurde dem 67-jährigen, gebürtigen Markkleeberger im Großen Lindensaal auf Beschluss des Stadtrates die Ehrenbürgerschaft verliehen.

11.01.2016
Anzeige