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Tellschützer können nach Kirchenbrand wieder feiern

Tellschützer können nach Kirchenbrand wieder feiern

Einmal im Jahr treffen sich alle 125 kleinen und großen Tellschützer beim Familienfest am Ring. Bei Kaffee und selbst gebackenem Kuchen, später rund um den Grill, wird mit Nachbarn und Freunden ausgiebig geschwatzt.

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Spielen, schwatzen, feiern - im Zelt war Platz für alle Tellschützer.

Quelle: Ulrike Witt

Zwenkau. "Entstanden ist die Idee vor zehn Jahren beim traditionellen Hofgottesdienst mit Pfarrerin Barbara Hüneburg", erzählte Gastgeberin Heidrun Koch am Samstagabend. Denn auch auf dem Dorf sei es nicht so, dass sich die Leute jeden Tag sehen und miteinander reden. War das erste, gelungene Familienfest 2006 noch spontan, wurde es danach jedes Jahr ein Stück größer, kamen ein Festzelt, ein professioneller DJ und eine Hüpfburg für die wachsende Kinderschar hinzu. Finanziert wird die Party von allen zusammen. "Jedes Haus gibt einen Anteil", so Koch.

Diesmal war das Zelt das Wichtigste. Kaum, dass die Tellschützer am Nachmittag bei Kochs vorm Haus eintrudelten und die Jüngsten das Spielmobil eroberten, schickte Petrus dunkle Wolken und einen kräftigen Schauer. "Schade, ausgerechnet bei der Premiere des Spielmobils. Das haben wir extra aus Leipzig geordert", ärgerte sich Familie Koch. Aber kein Problem: Die Tellschützer packten an und schleppten die Spielgeräte kurzerhand ins Festzelt.

Ein Thema am Kaffeetisch war natürlich der Kirchenbrand. Immerhin war es das erste Dorffest seit dem tragischen Ereignis. "Dass unsere Kirche inzwischen eingerüstet ist und der Wiederaufbau vorbereitet wird, macht Mut. Am 10. Januar und danach waren wir alle ziemlich deprimiert", gestand Koch.

Und weil man Feste feiern soll, wie sie fallen, war in Tellschütz bis spät in die Nacht was los, Höhepunkte die Auftritte der Zitzschener Tanzmäuse und das dorfeigene Männerballett.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 23.06.2015
Ulrike Witt

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