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Markkleeberg Test: Großpösna stopft Haushaltsloch mit Rücklage
Region Markkleeberg Test: Großpösna stopft Haushaltsloch mit Rücklage
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14:14 24.11.2009

Das sagten Bürgermeisterin Gabriela Lantzsch und Kämmerin Rita Ackermann am Montag im Gemeinderat.

„Jeder hat genau geguckt, was notwendig ist und was nicht“, lobte Lantzsch die Disziplin aller Beteiligten. „Wir setzen auf solide Haushaltsplanung und bauen keine Luftschlösser.“ Große Brocken wie die Erschließung der Magdeborner Halbinsel, die energetische Sanierung der Grundschule im Rahmen des Konjunkturpaketes II sowie der Ausbau des Sportzentrums Störmthal sollen dennoch gestemmt werden. Damit die Gemeinde die hohen Förderquoten von bis zu 80 Prozent auch realisieren kann, sind Eigenmittel nötig. Die wiederum setzen voraus, dass der Haushalt schnell beschlossen wird. Das soll nach dieser Lesung nun auf der letzten Ratssitzung 2009 im Dezember passieren. Wie berichtet erzielte Großpösna 2008 mit 2,5 Millionen Euro Gewerbesteuer (2009: 1,3 Millionen) eine Spitzeneinnahme. Jetzt aber muss die Gemeinde dafür doppelt bluten: Zum Einen bekommt sie keine Schlüsselzuweisungen mehr – in der Kasse ein Minus von einer halben Million. Zum Anderen muss sie als „Besserverdiener“ die umstrittene neue Finanzumlage zahlen. „Uns fehlen Einnahmen“, bedauerte Rita Ackermann. „Und der Spitzenwert 2008 wirkt sich auch auf die Kreisumlage aus.“ Dafür sind im Vergleich zu 2009 nun rund 120 000 Euro mehr zu entrichten. Vor diesem Hintergrund wurde der Vermögenshaushalt auf die notwendigen Positionen reduziert. Dazu zählen neben der Erschließung der Magdeborner Halbinsel als größtem Projekt Kosten für Vineta, Wegebau und Hafen am Störmthaler See, besagte Grundschule sowie 1,1 Millionen Euro fürs neue Feuerwehrgebäude nahe des Pösna-Parks. Auch für die Ortskernsanierung in Großpösna, die Sanierung des Pößgrabens und Straßenbau sowie Beleuchtung an Störmthaler und Mühlweg fließt Geld. „Bis auf das Sportzentrum sind alle Maßnahmen rausgeflogen, die nicht gefördert werden“, so Ackermann. Dafür sendet das Rathaus ein Signal an alle Ehrenamtlichen: „Die Vereinsförderung bleibt ungekürzt“, so Lantzsch. Trotz Aufbrauchens der Rücklage gähnt am Ende eine Lücke von 192 000 Euro. Die soll nun mit einem neuen Kredit gestopft werden. Dafür gaben die Gemeinderäte ebenso einstimmig grünes Licht wie für den Kauf von Flächen auf der Magdeborner Halbinsel.

Ingolf Rosendahl

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