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Tino Hillert braucht Ihre Hilfe

Tino Hillert braucht Ihre Hilfe

Tino Hillert aus Markkleeberg ist schwer krank. Der 38-jährige Familienvater leidet an Leukämie. Um gesund zu werden, braucht er eine Knochenmark- beziehungsweise Blutstammzellspende.

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Ein Bild aus gesunden Tagen: Tino Hillert mit seinem Sohn Emilio an der Ostsee.

Markkleeberg. Trotz intensiver Suche konnte sein genetischer Zwilling bislang aber nicht gefunden werden. Nun setzen seine Familie, Freunde und die Ärzte der Universitätsklinik Leipzig alle Hoffnung auf die Markkleeberger. Am Samstag führt das Institut für Transfusionsmedizin in der Grundschule Markkleeberg-West eine Typisierungsaktion für ihn durch.

„Im Mai hat sich mein Mann nicht wohl gefühlt. Er war abgespannt, schlapp und ständig müde“, erzählt Grit Gellwitz. Sorgen hat sich das Paar da noch nicht gemacht. „Ich bin selbstständig, mein Mann bei mir angestellt. Zusammen betreiben wir vier Physiotherapien. Da ist man schon mal kaputt“, so Gellwitz. Sie glaubte, der Sommerurlaub würde es richten. Doch es kam ganz anders.

„Anfang Juni lag Tino über Himmelfahrt volle drei Tage im Bett, hatte überhaupt keinen Appetit. Das war nicht mehr mein Mann“, erinnert sich Gellwitz. Was folgte war ein Untersuchungsmarathon. Erst lag Tino Hillert 14 Tage im Elisabeth-Krankenhaus in Connewitz. Als die Ärzte dort nicht weiter wussten, wurde er in die Uni-Klinik verlegt. Mitte Juli stand die erschütternde Diagnose dann fest: Leukämie.

„Drei Monate wurde mein Mann mit Tabletten behandelt. Bis klar war, die schlagen nur mäßig an. Im Oktober folgte eine erste Chemotherapie. Inzwischen bekommt er seit 14 Tagen wieder andere Tabletten, hängt wenigstens nicht mehr am Tropf. Doch wirklich helfen kann ihm langfristig nur eine Knochenmark- oder Blutstammzellübertragung“, sagt Gellwitz.

Die 34-Jährige musste zusehen, wie ihr Lebensgefährte in den vergangenen sieben Monate körperlich abbaute. „Tino hat 50 Kilogramm abgenommen, der Kreislauf spielt verrückt, er sitzt teilweise im Rollstuhl, hat Wasser in der Lunge. Und zu Hause haben wir jetzt ein Pflegebett stehen“, berichtet die junge Frau. Nur daheim ist Tino Hillert kaum. Wie schon so oft liegt er derzeit wieder auf der onkologischen Station der Universitätsklinik.

Das Leben der Familie ist total auf den Kopf gestellt. „Und trotzdem muss alles weitergehen – privat wie beruflich“, sagt Gellwitz tapfer. Die Physiotherapeutin übernimmt seit Monaten zusätzlich den Part ihres Mannes in der Firma. „Dabei fällt mir das Kaufmännische gar nicht so leicht“, gesteht sie. Und dann ist da noch der fünfjährige Emilio, der in Zöbigker darauf wartet, dass sein Papa wieder mit ihm Toben kann und die 13-jährige Tochter, die alle 14 Tage am Wochenende zu Besuch kommt.

Wer Tino Hillert helfen möchte, kann das am Samstag zwischen 14 und 19 Uhr in der Grundschule Markkleeberg-West, Rathausstraße 77. „Für die Untersuchung der Gewebemerkmale werden bei einer Typisierung lediglich zehn Milliliter Blut benötigt“, erklärt die Sprecherin des Institutes für Transfusionsmedizin, Anja Grießer. Spender, die zwischen 18 und 55 Jahre alt sein dürfen, werden nach der Blutentnahme in der Stammzellspenderdatei des Universitätsklinikums registriert. Denn in Deutschland erkranken jedes Jahr etwa 11 000 Menschen an einer bösartigen Bluterkrankung.

Am Tag der Typisierung kann zudem eine Vollblutspende abgegeben werden. Allein in der Uniklinik würden schon 55 Prozent aller gespendeten Blutprodukte für Therapien bei Krebserkrankungen verwendet, so Grießer. Auch Tino Hillert hat schon profitiert. Er hat bis dato schon 60  Blutprodukte von ebenso vielen Spendern erhalten. In Frage kommen für die Vollblutspende Personen, die zwischen 18 und 68 Jahre alt sind, mindestens 50 Kilogramm wiegen und sich fit fühlen.

Weitere Informationen zur Typisierungsaktion für Tino Hillert gibt es unter der Telefonnummer 0341 9725393 im Universitätsklinikum Leipzig.

Ulrike Witt

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