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Markkleeberg Tourismusregion wirbt künftig als Ganzes für sich
Region Markkleeberg Tourismusregion wirbt künftig als Ganzes für sich
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17:20 19.05.2015
Am Cospudener See: Leipzig gilt als Wasserknoten. Rund um die Stadt entsteht das Leipziger Neuseenland, in dem im Vorjahr mehr als 520000 Übernachtungen gezählt wurden. Quelle: Volkmar Heinz

Zumal ab dem nächsten Jahr die 14 Mitgliedsorte statt bislang 80 Cent pro Einwohner einen Euro berappen müssen, wie die Versammlung dennoch beschloss. Zwenkaus Bürgermeister Holger Schulz stimmte ebenfalls zu, "als Vertrauensvorschuss", wie er erklärte. Angesichts der knappen Kassen der Kommunen verlange er aber Rechenschaft im nächsten Jahre darüber, "was haben wir erreicht, wie geht es mit dem großen Bruder?", meinte er mit Blick auf Leipzig.

Hintergrund: Weil der Freistaat seine Förderung für den Tourismus an schärfere Kriterien knüpft und zugleich das Leipziger Neuseenland und das Sächsische Burger- und Heideland eine engere Verzahnung beim Marketing mit der Metropole Leipzig wünschten, wird seit dem Vorjahr an einem gemeinsamen Regionenmarketing gebastelt. Ende 2014 soll es fertig umgesetzt sein.

Inzwischen gebe es 25 Mitgliedskommunen in den nunmehr drei Tourismusvereinen der Region, so Alexander Schuler von der Firma BTE-Touristik, der das Neuseenland bei der Umsetzung betreut. 22 weitere Kommunen bis runter nach Colditz und knapp vor Chemnitz hätten schriftlich ihre Bereitschaft zum Beitritt bekundet. Auch ohne sie stehe damit schon eine jährliche kommunale Grundfinanzierung fürs Regionenmarketing in Höhe von 147000 Euro bereit.

"Die Summe ist das Doppelte wert", sagte Vereinschefin Gabriela Lantzsch. Denn Leipzig gebe zu jedem Euro einen dazu, erklärte sie die Abmachung mit der Messestadt. Vorige Woche habe sie dazu mit OBM Burkhard Jung beraten, mit ihm die Erarbeitung der Ratsvorlage für die Sitzung im Juni besprochen. Wenn alles gut gehe, könne das Marketing dann am 1. Juli ins Laufen kommen, so Lantzsch.

Dabei werde die LTM (Leipzig Tourismus und Marketing) über einen Geschäftsbesorgungsvertrag mit den Arbeiten beauftragt, übernehme auch das Personal der Tourismusvereine. "Die Arbeit geht dann wie bislang weiter, nur mit einem starken Partner an der Seite und im größeren Maßstab", gab sich Lantzsch zuversichtlich.

Dass so etwas auch Nachteile haben kann, ist dem Hotel Atlanta in Wachau seit Jahresbeginn aufgefallen. Denn da hatte die LTM ihr Internet-Buchungsportal auf den größten deutschen Anbieter HRS umgestellt. Weil dies nur Hotels mit Leipziger Postleitzahlen für die Messestadt zulässt, seien gleich die Buchungen eingebrochen, berichtete das Hotel, das nur wenige Meter hinter der Leipziger Stadtgrenze liegt. Lantzsch sagte, dies seien genau die Fragen, die in den nächsten Monaten mit dem LTM geklärt werden müssten.

Heike Helbig berichtete als Sprecherin von Markranstädt von Bedenken im Stadtrat, ob die Zusammenarbeit mit dem großen Bruder Leipzig funktionieren kann. "Die Erfahrungen aus anderen Bereichen beflügeln diesen Optimismus nicht gerade."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 13.04.2013

Jörg ter Vehn

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