Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Markkleeberg Trotz Besucherflaute soll Kunstmesse 2017 wachsen
Region Markkleeberg Trotz Besucherflaute soll Kunstmesse 2017 wachsen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
07:00 20.06.2016
Gute Bekannte: Maler Bruno Griesel, Kunstmesse-Veranstalter Günter Bauer und seine Lebensgefährtin Katy Bergholz (von links). Quelle: Ulrike Witt
Anzeige
Zwenkau

Der Weg von der Bergarbeiter- zur Kunststadt ist noch ein weiter. Das hat die erste Zwenkauer Kunstmesse am Wochenende gezeigt.

Die Zahl der Besucher in den sieben Pavillons an der „Galerie am Wasser“ war überschaubar. Dabei hatten die Veranstalter, Günter Bauer und Dominik Berner, namhafte Künstler wie Bruno Griesel als Vertreter der Neuen Leipziger Schule, David Gericke, Gaby Bürner und Stefan Heide an den Zwenkauer See geholt. Bereichert wurde die Kunstpalette noch durch Arbeiten des verstorbenen Horst Schulz-Merlies, des Leipziger Malers Klaus Schmuck und der Zwenkauer Galeristin und Keramikerin Catherine Scholz.

Die „kunstaffine“ Leipzigerin Peggy Marscholleck zieht es sonst in die Spinnerei. Nach Zwenkau sei sie auf Empfehlung einer Freundin gekommen, verriet sie vor den Bildern von Gaby Bürner. Henryk Egetemayer, ein „Unterstützer“ von Maler Stefan Heide, meinte: „Danke an die Veranstalter. Man muss sich doch heute über jede Initiative freuen, die es ermöglicht, Originalkunst auszustellen. Sonst liegt die irgendwann nur noch im Tresor der Banken.“

Stefanie Schleusing schaute sich die Arbeiten von Bruno Griesel ganz genau an. „Ich kenne den Künstler. Er hat an der HGB studiert“, sagte die Leipzigerin, die selbst in der Spinnerei malt und zeichnet, dort keinen Rundgang verpasst. „Das Ambiente ist schön in Zwenkau. Durch das reflektierende Weiß in den Pavillons kommen die Farben gut zur Geltung. Und für die Künstler ist es wichtig, sich auf solchen Messen präsentieren zu können. Die Galerien sind immer mehr auf Verkauf aus, da ist es schwierig, überhaupt noch reinzukommen“, plauderte Schleusing aus dem Nähkästchen.

Veranstalter Günter Bauer zog am Sonntagnachmittag aus kaufmännischer Sicht ein negatives Fazit: „Es war uns klar, dass wir mit der Kunstmesse keinen Gewinn machen. Dass wir 40 000 Euro versenken, war eingeplant und in dieser Größenordnung bewegen wir uns auch“, erklärte der Chef der Leipziger Logistik und Lagerhaus GmbH. Für den Kunstförderer aber kein Grund aufzugeben – im Gegenteil. „Fachleute waren ja da. Ich denke, wir müssen die Kunstmesse nächstes Jahr einfach im größeren Rahmen aufziehen, mit Musik und Show am Hafen. Dann kommt auch mehr Publikum“, so Bauer, der mit seiner „Leipziger Galerie“ eine von inzwischen drei Zwenkauer Galerien betreibt.

Von Ulrike Witt

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Über 15 Jahre war das nördliche Torhaus in Gaschwitz dem Verfall preisgegeben, jetzt wird es von der kommunalen Wohnungsbaugesellschaft (WBG) zu neuem Leben erweckt. Bis Dezember entstehen in dem zum historischen Gutsensemble gehörenden Objekt an der Hauptstraße drei Wohnungen.

20.06.2016

Zwei Personen sind in der Nacht zu Donnerstag in einer Tankstelle in Markkleeberg eingebrochen und haben Tabakwaren entwendet. Doch die Polizei konnte die beiden anhand der  Überwachungskameras identifizieren.

17.06.2016

Im zweiten Anlauf hat es geklappt: Der Stadtrat hat am Mittwochabend im Lindensaal den Haushalt 2016 mit großer Mehrheit verabschiedet. Lediglich die Linken stimmten gegen das 40-Millionen-Euro schwere Paket.

17.06.2016
Anzeige