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Markkleeberg Trotz Minus im Etat: Großpösna investiert
Region Markkleeberg Trotz Minus im Etat: Großpösna investiert
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14:22 19.05.2015

Trotz sparsamen Haushaltens werde das Ergebnis des Etats 2014 voraussichtlich eine knappe halbe Million Euro Minus betragen, rechnete sie vor. In den Aufwendungen der Gemeinde seien alleine 1,3 Million Kreisumlage enthalten. Ins Minus würde den Etat jedoch die Abschreibungen in Höhe von rund 1,4 Millionen Euro treiben.

Wie berichtet, müssen die Kommunen Sachsens seit einigen Jahren eine doppische Buchführung betreiben - wie Firmen auch. Somit sind Abschreibungen im Etat einzuplanen, die so die Investitionen für die Kommunen noch teurer machen. Dafür erhalten die Orte einen Überblick über ihr Vermögen.

Bis 2017 gebe es noch eine Galgenfrist bei der Berücksichtigung der Abschreibungen, so Ackermann. Dann müsse der Etat auch damit ausgeglichen sein, trug sie vor. Der Freistaat hat sich übrigens selber keine Doppik auferlegt.

Trotz eines Minus von voraussichtlich 110 000 Euro im Finanzhaushalt will Großpösna dank seiner noch gut gefüllten Rücklage investieren. So würden 2016 für den Abriss des alten Pflanzenschutzamtes nahe dem Rittergut 70 000 Euro bereitgestellt, erklärte Ackermann. Der Bauhof erhalte im nächsten Jahr eine Splitbox für einen günstigeren Winterdienst für rund 18 000 Euro, die Gehwege in der Auenhainer Straße in Güldengossa sollten in 2016 (50 000 Euro) und 2017 (80 000 Euro) gemacht werden, ebenso der Parkplatz im Süden Störmthals. Dafür seien in den nächsten beiden Jahren 200 000 Euro eingeplant. Für die Erneuerung von Teilen der Straßenbeleuchtung seien 2015 rund 67 000 Euro vorgesehen. 136 000 Euro wiederum plant sie ein für den Weg vom alten Aussichtspunkt Störmthal zum Hafen, weitere 37 000 Euro für den Schiffsanleger am Störmthaler Ufer. Ebenso fest verplant ist bereits Geld für den Neubau der Kita Störmthal, der im nächsten Jahr mit 55 000 Euro für den Kauf des Grundstückes beginnt, nach den Plänen vor allem 2017 stattfinden könnte.

Neue Kredite will Ackermann nicht aufnehmen, wie bislang aber alte Kredite mit jährlich 210 000 Euro tilgen. Die Pro-Kopf-Verschuldung sinke damit in diesem Jahr auf 550 Euro, erklärte sie.

Bürgermeisterin Gabriela Lantzsch (parteilos) kündigte an, im Januar über den Etat entscheiden zu wollen. Die Abschreibungen sehe sie nicht so verbissen: "Wir sind kein Produktionsbetrieb, haben soziale Vorsorge für die Bürger zu tragen. Da kann man nicht kostendeckend sein", sagte sie. Trotzdem werde sich Großpösna natürlich bemühen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 21.11.2014
Jörg ter Vehn

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