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Markkleeberg U-Boot versinkt, Drachenboot gewinnt am Markkleeberger See
Region Markkleeberg U-Boot versinkt, Drachenboot gewinnt am Markkleeberger See
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11:22 27.08.2018
Auf schnelle Wasserstraßen ausgelegt war offenbar dieser Flitzer der Marke Eigenbau.
Markkleeberg

Die zwölfte Auflage des Pappbootrennens im Kanupark Markkleeberg hielt eine dicke Überraschung parat: Zwölf der angetretenen 14 Teams schafften es ins Ziel. So viele wie noch nie.

Mit dem Triumphmarsch 2 aus Giuseppe Verdis Aida bahnen sich die Boote ihren Weg durch die Zuschauer an den Start. 14 Teams gehen diesmal auf die Piste, drei Stunden hatten die Teilnehmer zuvor Zeit, ihr Boot zu bauen. Andreas Schäfer-Paronuzzi hatte keinen Bauplan, aber einen im Kopf. „Na klar haben wir uns vorher Gedanken gemacht, was für eine Art Boot es werden soll.“ Die muschellutschenden Acalotten sind bereits zum vierten Mal dabei, gingen schon mit einem Badelatschen und einer Torte an den Start. Diesmal wurde es ein U-Boot. In weiser Voraussicht? „Wir hoffen natürlich, ins Ziel zu kommen“, so der Pilot. „Aber letztlich zählt der Spaß.“

Im Ziel ankommen – und das in einer guten Zeit. So einfach ist es. Eigentlich. Doch schon das erste Boot, ein Broiler, fliegt aus der ersten Kurve, kommt gar nicht bis zur Wildwasserkehre. In diesem Fall zähle nicht die Zeit, sondern die zurückgelegte Strecke, erklärt Organisator Christoph Kirsten, der Leiter des Kanuparks.

Neben den schnellsten Teams werden auch die beste Performance und das beste Design prämiert. „Diesmal ist es wirklich überragend“, sagt Kirsten freudestrahlend. „Fast alle Boote haben es ins Ziel geschafft.“

Die Thunder MC’s haben den Ritt mit ihrem pinken Cadillac noch vor sich. Pilot Martin Patzsch aus Leipzig hat sich in eine pinke Radlerhose gehüllt – wie der Rest des Teams. „Wir sind alle Fans der Band Eskimo Callboy“, erklärt er. „Und im Video von Mc Thunder sind die alle so unterwegs.“ So entstand auch die Idee zum Boot. Musikalisch begleitet von Elvis-Double Roman Petermann geht es auf die Strecke. Und bis ins Ziel. Nicht in Bestzeit, aber wie die muschellutschenden Acalotten schaffen es auch die Thunder MC’s bis ganz nach unten. Wenn auch bei beiden die Boote nicht mehr als solche zu erkennen sind.

Am schnellsten war am Ende der Dragons Club Leipzig. Die Drachenbootsportler kennen sich mit Wasser aus, Pilot Christian Plange fährt hobbymäßig ein- bis zweimal im Monat im Kanupark. „Wir sind heute zum ersten Mal dabei und haben gleich den Sieg geholt“, sagt der 42-Jährige freudestrahlend. Mit einem Drachenboot, das er mit vier Frauen gebaut hat. „Nächstes Jahr gehen wir wahrscheinlich mit zwei Teams an den Start“, frohlockt er. „Männer gegen Frauen.“

Die weiteste Anreise hatte übrigens das Team „Nordlichter“. Pilot Steffen Daschke reiste aus der Nähe von Wismar an, will nächstes Jahr auch wieder an den Start gehen. Den Designpreis sichert sich das Team „Löwenherz“, die beste Performance liefert „Pappguns“.

Von Linda Polenz

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