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Markkleeberg Über 800 Pflanzen im Botanischen Garten
Region Markkleeberg Über 800 Pflanzen im Botanischen Garten
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10:21 24.04.2017
Kräuterfest im Botanischer Garten in Großpösna. Hannelore Pohl (Dritte von links) erklärt Besuchern die verschiedenen Pflanzen. Quelle: Foto: André Kempner
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Grosspösna

Wetterkapriolen im April? „Passt schon“, winken echte Naturfreunde ab. Außerdem, wie heißt es doch so schön: „Nur die Harten kommen in den Garten.“ Getreu diesem Motto blieben am Sonntag die Pflanzen im Botanischen Garten Oberholz auch nicht lange allein. Denn wenn dessen Freundeskreis zum Kräuterfest lädt, gibt es immer Neues zu entdecken. Kein Wunder bei über 800 Pflanzen. „Bäume natürlich inklusive“, lacht die Vorsitzende des Freundeskreises Hannelore Pohl. Immerhin gehöre auch ein Ginkgo zu den Raritäten. Das Gewächs werde stets aufs Neue bestaunt. „Es ist ist ja auch ein besonderes Exemplar. Allein die Blattform: Wunderschön!“

Beim Ginkgo bleibe es natürlich nicht. Kornelkirsche, Quitte, Mispel oder Esskastanie seien ebensolche Hingucker. „Doch heute geht es um unsere Kräuter“, macht die promovierte Landwirtin neugierig auf einen Rundgang. Der kleine Wiesenknopf, die echte Süßholzwurzel oder der würzige Gartenkerbel warten nur darauf, entdeckt zu werden. Aber auch Kümmel, Schnittlauch, Ysop, Färberkamille, Barbarakraut oder Beifuß locken zum Näherkommen. „Darf ich mal?“, fragt eine Besucherin und zeigt auf den Wiesenknopf. „Sie können gern probieren und ein bisschen herumknabbern“, ermuntert Biologin Heike Schüürmann. „Seine jungen Blätter schmecken wunderbar im Salat.“ Auch rein optisch betrachtet, hat sie einen Tipp: Gänseblümchen, Veilchen und viele Kleearten machen ein Gericht nicht nur zum Genuss: Die Wildkräuter sind auch eine Augenweide.

Doch ob würzig oder süßlich – für Tabea gibt es allein durch die vielen unterschiedlichen Gewächse allerhand zu lernen. „Wir behandeln gerade den mittelalterlichen Kräutergarten“, erzählt die Sechstklässlerin aus Wurzen. Jede Menge Minzen habe sie schon im Garten ihrer Oma kennengelernt. Diese sei ein echter Kräuterfan. Das hört Bettina Wistuba gern: „Ich habe eine Zeit lang im Regionalverband der Kleingärtner gearbeitet“, so die Kührenerin. „Aber im Botanischen Garten erfahre selbst ich immer wieder Neues. Auch dieses Mal.“

Erstmals macht nämlich das Dresdner Umweltmobil „Planaria“ mit modern ausgestattetem Labor Station am Störmthaler Weg. Beim Blick durch das Mikroskop wird klar: Die Unterwelt hat’s in sich. Kleine Regenwürmer und andere Lebewesen schlängeln sich zwischen den Erdkrumen. „Sie alle lockern den Boden auf“, erklärt Susanne Brenner vom „Planaria“-Team und ergänzt: „Gesunder Boden ist wichtig für das Gedeihen der Kräuter. Ganz egal, ob sie mageren oder nährstoffreichen Boden mögen.“

Von Ingrid Hildebrandt

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