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Umbau im Eichholz-Stadion kann frühestens 2019 beginnen

Stadtrat Zwenkau Umbau im Eichholz-Stadion kann frühestens 2019 beginnen

Zur Zitterpartie geriet am Donnerstagabend mal wieder die Stadtratssitzung in Zwenkau. Während die Publikumsreihen voll besetzt waren, fehlten neun der 16 Stadträte. Erst kurz vor Ende des akademischen Viertels rettete die eigentlich entschuldigte Heike Oehlert (Freie Wähler) nach einem eiligen Telefonat die Beschlussfähigkeit. Dabei ging es mit gleich drei Aufstellungsbeschlüssen für Bebauungspläne um die Zukunft der Stadt.

Die Senke am Eythraer Weg soll trocken gelegt und umgebaut künftig auch für den Schulsport genutzt werden.

Quelle: André Kempner

Zwenkau. Zur Zitterpartie geriet am Donnerstagabend mal wieder die Stadtratssitzung in Zwenkau. Während die beiden Publikumsreihen diesmal voll besetzt waren, fehlten neun der 16 Stadträte. Erst kurz vor Ende des akademischen Viertels rettete die eigentlich entschuldigte Heike Oehlert (Freie Wähler) nach einem eiligen Telefonat die Beschlussfähigkeit. Dabei ging es mit gleich drei Aufstellungsbeschlüssen für Bebauungspläne um die Zukunft der Stadt.

Sehnsüchtig erwartet wird vom VfB Zwenkau der B-Plan für die Sport- und Freizeitstätten am Eichholz. Wie berichtet, entspricht das Stadion weder von der Platzkapazität noch von der technischen Infrastruktur den Bedürfnissen der Fußballer. Umbaupläne liegen schon lange vor. Bis zur Umsetzung dürften allerdings mindestens noch drei Jahre vergehen.

„Die Sportstätten gehören seit Jahresbeginn der Stadt. Jetzt geht es darum, Baurecht zu schaffen“, erklärte Bürgermeister Holger Schulz (CDU). Aufgrund der Lage im Landschaftsschutzgebiet handele es sich um ein aufwendiges Verfahren. Der erste Schritt sei die am 1. März gestartete artenschutzfachliche Kartierung. Erst wenn die Ende Februar 2018 abgeschlossen ist, könne das eigentliche B-Planverfahren beginnen.

Parallel soll dieses Jahr das Sportstättenkonzept für die gesamte Stadt, genau genommen eine Zustandsanalyse, von einem Dresdner Büro erarbeitet werden. Finanziert werden soll das mit Leader-Fördermitteln. „Vom Regionalmanagement haben wir quasi schon die Vorab-Bestätigung. Nächste Woche geben wir den Antrag beim Amt für Ländliche Entwicklung offiziell ab und den Auftrag fürs Konzept raus“, kündigte Schulz an.

Auf Basis des Sportstättenkonzeptes, das im zweiten Halbjahr 2017 vorliegen soll, „können wir uns dann schon intensiv Gedanken über die Bauplanung und die Geldbeschaffung machen“, so Schulz weiter. Dies betreffe nicht nur das Eichholz-Stadion, sondern auch die Müllerwiese und das Waldbad, die zum B-Plangebiet gehören. „Ich gehe davon aus, dass Ende 2018 der B-Plan vorliegt, damit Förderanträge gestellt und 2019 der Umbau beginnen kann. Ziel ist, dass die Sportstätten den Großteil des Jahres nutzbar sind“, sagte der Bürgermeister.

Ein überaus optimistischer Zeitplan, B-Planverfahren dauern in der Regel weit über ein Jahr. Die für 2017 im Haushalt eingestellten 60 000 Euro fürs Eichholz-Stadion – bis 2019 sind es insgesamt 360 000 Euro (die LVZ berichtete) – müssten in die Folgejahre übertragen werden. „Anders als gedacht, kann das Geld nicht für die Planung verwendet, sondern muss verbaut werden“, betonte Schulz.

VfB-Vorstand Rüdiger Renno würde lieber heute als morgen loslegen. „Seit fast vier Monaten müssen unsere Mannschaften wegen der Unbespielbarkeit der Plätze zum Training nach Groitzsch ausweichen. Wir können nicht noch mal drei oder vier Jahre warten“, sagte er gestern. Mit dem Aufstellungsbeschluss ändere sich erst mal gar nichts, die Bedingungen am Eichholz blieben chaotisch. „Klar ist es wichtig, eine solide baurechtliche Basis zu schaffen. Wenn die Stadt wollte, könnte sie den Prozess aber forcieren, in dem die lange Planungszeit für sinnvolle Zwischenschritte genutzt wird. Natürlich dürfen die der Bauleitplanung nicht entgegenstehen“, appellierte Renno.

Weitere Beschlüsse:

Mit der Aufstellung des B-Planes „Alte Schäferei“ soll am Südwestufer des Zwenkauer Sees Baurecht für Taucher, Angler und Fischer geschaffen werden.

Weiter wachsen will das Backhaus Hennig. Geplant sind die Erweiterung des Parkplatzes, der Neubau einer Holzofenbackstube, eine Eventbäckerei mit Kaffeerösterei und Schokoladenmanufaktur. Ein B-Plan „Sondergebiet Tourismus und Gewerbe“ schafft die Basis.

Um weitere 100 000 Euro wurde einstimmig das zinslose Darlehen an die Kulturinitiative aufgestockt. Wie berichtet, wurde das sanierte Kulturkino vergangene Woche übergeben.

Der Bauhof erhält einen neuen, abgasreduzierten Traktor. Die Kosten von rund 44 000 Euro werden zu 75 Prozent über das Programm „Brücken in die Zukunft“ gefördert.

Von Ulrike Witt

Zwenkau ythraer Weg 51.2181353 12.3198473
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