Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Markkleeberg Umspannwerk Markkleeberg wird für 650.000 Euro modernisiert
Region Markkleeberg Umspannwerk Markkleeberg wird für 650.000 Euro modernisiert
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:47 05.07.2016
„Spannender“ Job: Joachim Ferchland von der Firma ABB arbeitet an einem der für diese Zwecke freigeschalteten Großtransformatoren des Umspannwerkes. Quelle: André Kempner
Anzeige
Markkleeberg

Seit März baut Mitnetz Strom im Umspannwerk Markkleeberg um. Die 50 000 Kunden der Station in Markkleeberg, Großpösna, Liebertwolkwitz, Böhlen, Rötha, in Belantis und in Teilen von Zwenkau dürften von den Eingriffen ins Hoch- und Mittelspannungsnetz kaum etwas mitbekommen haben. Mit Absicht.

Mitarbeiter der Firma ABB wechselten gestern die Stromwandler an einem der beiden 110-Kilovolt-Großtransformatoren. Der war – natürlich – stromfrei geschaltet, um daran arbeiten zu können. Wie fast die Hälfte der Anlage der Mitnetz Strom am Standort nahe der Möncherei.

„Der Betrieb muss ganz normal weitergehen“, erzählte Projektleiter Lars Richter die größte Aufgabe. Von den zwei im Umspannwerk vorhandenen Anlagen sei daher nur eine freigeschaltet. Und an der werde jeweils gearbeitet.

Im Wesentlichen werde die Schutz- und Stationsleittechnik ersetzt, so Richter. Die Stromwandler würden zum Beispiel getauscht, weil sie heutigen Ansprüchen an die Lieferung von Messwerten nicht mehr genügten, auch ein Reserveschutz bei ihnen vorhanden sein müsse. Die Großtransformatoren würden zudem erweitert, um in Zukunft bei Bedarf mehr Leistung bringen zu können. „Durch den Einsatz von Lüftern können sie künftig ein Drittel mehr Leistung bringen“, erzählte Richter. Aktuell habe ein Trafo eine Leistung von 31,5 Megavoltampere, künftig seien es 40. In den Großtransformatoren wird der Strom vom 110 Kilovolt heruntergespannt auf 20 und 10 Kilovolt Mittelspannung. Dieser Strom wird dann in die einzelnen Wohn- und Gewerbegebiete transportiert, wo er in unzähligen kleinen Trafostationen weiter heruntergeregelt wird auf die in jedem Haus anliegende Netzspannung.

In der Leitstation des Umspannwerkes selbst arbeiten Techniker an den Schaltschränken, streng getrennt zwischen Hoch- und Mittelspannung. Die dort installierte Leittechnik von 1998 sei seit mehreren Jahren abgekündigt, eine Ersatzteilversorgung nicht mehr gewährleistet, so Anke Neugebauer von der Mitnetz.

Die gesamte Fernsteuerung in der Station müsse daher auf den aktuellen Stand der Technik angepasst werden, so Richter. All diese Umbaumaßnahmen geschähen auch vor dem Hintergrund des Einsatzes von immer mehr erneuerbarer Energien gerade im ländlichen Raum.

Wie berichtet, steuert die Mitnetz von ihrer zentralen Leitstelle in Taucha aus alle ihre Umspannwerke. Grundlage dafür ist eine Schutz- und Leittechnik, die perfekt miteinander kommunizieren kann.

Die Mitnetz plant, die gesamten Arbeiten im Umspannwerk Markkleeberg bis Ende des Jahres fertig zu stellen. Insgesamt würden rund 650.000 Euro in das Vorhaben investiert, erklärt Projektmanagerin Neugebauer.

Von Jörg ter Vehn

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

„Veränderungen“ ist die neue, inzwischen 14. Sommerausstellung in der Martin-Luther-Kirche in Markkleeberg-West überschrieben. Ein Titel, der Spiel- und Interpretationsraum für die Untermalung der traditionellen „SonnAbendMusiken“ in der Gautzscher Barockkirche lässt.

05.07.2016

Sport, Spiel und Spaß im Sand, auf dem Strand und im Wasser lockten am Samstag vor allem regenfeste Gäste an den Zwenkauer See. Der Wettergott meinte es nicht gut mit den Veranstaltern des Landkreises Leipzig, der mit dem Kreissportbund und der Emir Entertainment unter dem Motto Aktivtag ein buntes Programm auf die Beine gestellt hatte.

04.07.2016

„Deine Stadt. Deine Gemeinde. Deine Feuerwehr. Komm mach mit!“ Mit diesem Slogan auf Bussen im Landkreis Leipzig wirbt ab sofort der Kreisfeuerwehrverband für mehr Freiwillige. Denn die werden immer weniger.

07.07.2016
Anzeige