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Markkleeberg Ungenutzte Etage über Großpösnaer Krippe soll zu Kita ausgebaut werden
Region Markkleeberg Ungenutzte Etage über Großpösnaer Krippe soll zu Kita ausgebaut werden
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00:32 22.05.2015
Ein Platz für Kinder: Das Obergeschoss der Krippe Samenkorn am Oberholz in Großpösna steht frei, soll zur Kita ausgebaut werden. Quelle: André Kempner
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Profitieren davon könnten auch Markkleeberger Familien.

Seit Anfang an habe die Diakonie vorgehabt, die ungenutzten Räume im Obergeschoss ihres Gebäudes auch als Kita auszubauen, erläuterte Bürgermeisterin Gabriela Lantzsch (parteilos) den Gemeinderäten am Montagabend. Eine Vorplanung liege vor, knapp 500 000 Euro seien schätzungsweise für den Ausbau nötig - vor allem, weil die Decke aus Sicherheitsgründen verstärkt werden müsse. Parkplätze für Eltern und Erzieher sowie Grünflächen für die Kinder gebe es jedoch ausreichend.

Denn inzwischen sei die Nachfrage nach Kitaplätzen weiter gestiegen, so Lantzsch. Trotz eines Angebotes von 266 Betreuungsplätzen in der Gemeinde gebe es schon wieder Bedarf für mindestens zehn bis elf. Zugleich sei ein schneller Ersatzneubau für die Kita Störmthal angesichts äußerst knapper Fördermittel nicht in Sicht. Denn für ganz Sachsen stünden nur fünf Millionen Euro pro Jahr bereit, davon entfielen rund 500 000 Euro auf den gesamten Landkreis. Weil Großpösnas Bedarf aber kurzfristig entstanden sei, liege es in der Förderpriorität weiter hinten. "Ohne Fördermittel geht der Bau aber nicht", so Lantzsch.

Sie habe mit Markkleeberg gesprochen, dass wegen seines riesigen Bedarfs an Kitaplätzen ganz weit vorn in der Prioritätenliste stehe, ob es nicht die Hälfte der neuen Plätze dauerhaft habe wolle, erläuterte sie den Räten. Diese Plätze könne Markkleeberg dann auch fest in seine Bedarfsplanung aufnehmen. Lantzsch erhofft sich, dadurch beim Kreis auch in der Förderpriorität nach oben zu rutschen. Markkleebergs Oberbürgermeister Karsten Schütze (SPD) bestätigte gestern das Interesse und Gespräche mit der Gemeinde Großpösna. Die Stadt erwäge gegebenenfalls die Anmietung von Plätzen, teilte er auf Anfrage mit.

Lantzsch warb vor den Gemeinderäten dafür, sich bei dem Umbau zu beeilen, um die gesetzlich zugesagte Betreuung sichern zu können. Denn nicht nur in Leipzig gebe es Eltern, die den versprochenen Kitaplatz einzuklagen bereit sind (die LVZ berichtete), auch im Kreis gebe es schon Fälle.

Tatsächlich könnten mit dem Umbau am Oberholz wahrscheinlich schneller neue Plätze geschaffen werden, als mit jedem anderen Neubau. Denn das Haus steht bereits, Raumzuschnitte und Einrichtung müssten lediglich auf die Bedürfnisse als Kita angepasst werden.

Um bald loslegen zu können, beschlossen die Gemeinderäte einstimmig, die Planungskosten für den Fall zu übernehmen, falls es aus anderen Gründen doch nichts wird mit der schnellen Umsetzung. Und auch am Ersatzneubau für die Kita Störmthal werde festgehalten, versprach Lantzsch.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 20.05.2015
Jörg ter Vehn

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