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Markkleeberg Ungewollt Katzen-Mama
Region Markkleeberg Ungewollt Katzen-Mama
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16:42 18.01.2011
Markkleeberg

Doch bisher sind alle Versuche gescheitert, das Tier wieder loszuwerden. Egal, ob Anrufe beim Tierheim Oelzschau, beim Ordnungsamt oder beim Tierarzt. Blacky gehört nun auch ganz offiziell zur Familie Böttcher.

Und das nur, weil Katrin Böttcher dem Tier Weihnachten etwas zu trinken und Futter hingestellt hatte. „Sie war total abgemagert und hatte einige Verletzungen“, begründet sie. Dass das Tier, vermutlich eine Wildkatze, damit in ihren Besitz übergeht, wusste sie nicht. Daniel Kreusch, Sprecher der Stadt Markkleeberg, bestätigt das allerdings: „Wenn die Katzen angefüttert werden, gehen sie automatisch in den Privatbesitz derjenigen über, die das Futter hingestellt haben.“ Eine Ausnahme sei nur gegeben, wenn es sich um eine entlaufene Katze handelt. Doch das sei laut Ordnungsamt leicht erkennbar. Meist würden Hauskatzen ein Halsband tragen und zutraulich sein, Wildkatzen blieben eher auf Abstand und ließen sich auch nicht anfassen. Haben Wildkatzen aber erst einmal erkannt, dass es in bestimmten Haushalten Futter gibt, wird man sie nicht mehr so schnell los. Böttcher vermutet allerdings, dass die Katze ausgesetzt worden ist. „Sie ist uns gegenüber sehr zutraulich, lässt sich aber von anderen nicht streicheln“, sagt sie. Zudem sei sie verletzt gewesen, was in ihren Augen darauf hindeutet, dass sie von Wildkatzen verjagt worden ist.

Böttcher wollte die Katze eigentlich im Tierheim Oelzschau abgeben. Aber dort wurde sie abgelehnt. „Wir nehmen keine Wildkatzen“, macht eine Mitarbeiterin deutlich. Man wisse nicht, welche Krankheiten das Tier mitbringe. Auch das Ordnungsamt sieht durch die Fütterung nun keine Möglichkeit mehr, einzugreifen. Doch behalten kann Böttcher das Tier nicht. „Nicht nur, dass sie eigentlich geimpft und kastriert werden müsste, das Futter muss ich ja dann auch bezahlen“, begründet sie. Doch aussetzen könne sie Blacky auch nicht: „Alleine geht sie draußen zugrunde.“

Deshalb sucht die Familie nun ein neues Zuhause für die schwarze Katze. Die Verletzungen sind durch die gute Pflege Böttchers weitgehend verheilt, auch etwas Fett hat das Tier wieder auf den Rippen. Dennoch braucht Blacky weitere Pflege. „Aber sie ist keine Kuschelkatze“, macht Böttcher deutlich. Wer sich für die kleine schwarze Miez interessiert, kann sich telefonisch unter 0179 2305928 an die Familie wenden.

Kreusch rät davon ab, Katzen zu füttern, so lange nicht eindeutig klar sei, woher sie kommen. „Dann wird man nicht unfreiwillig Katzenbesitzer.“ Besser sei es, gleich das Ordnungsamt zu informieren.

Julia Tonne

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