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Markkleeberg "Unser Wochenmarkt ist besser als sein Ruf"
Region Markkleeberg "Unser Wochenmarkt ist besser als sein Ruf"
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14:01 19.05.2015
Dienstags in der Rathausstraße: Vor allem ältere Markkleeberger schauen sich auf dem Wochenmarkt um. Quelle: André Kempner

"Gefreut habe ich mich auf die Präsentation nicht, das ist ein heißes Eisen", erklärte sie den Abgeordneten, auf deren Wunsch das Thema auf die Tagesordnung gehoben worden war. Kaiser kennt den Hauptkritikpunkt: "Hier stehen nur Inder." Statt einem Frischemarkt mit regionalen Produkten gebe es vor allem Textilien. "Aber das stimmt so nicht", betonte sie und belegte dies mit Zahlen. Demnach seien sehr wohl frische Waren wie Obst, Gemüse, Fisch, Fleisch und Blumen im Angebot. "Leider haben wir keine Backwaren mehr, aber bei fünf Bäckern in der Rathausstraße macht das keinen Sinn." Aufgegeben habe nach zweieinhalb Jahren ein Bioobsthändler. "Die Kunden geben nicht so viel Geld aus." Mangels Umsatz wurde auch der Käsewagen abgezogen.

"In Zeiten, wo der Einzelhandel ums Überleben kämpft, wo selbst Branchenriesen wie Karstadt ins Trudeln geraten, die Einführung des Mindestlohns zur Belastung und der Internetkauf immer verbreiteter wird, ist es ein schweres Brot, bei Wind und Wetter auf der Straße zu stehen", betonte Kaiser. Zudem drücke die Nähe zu Leipzig. Es sei schwer, gute Händler nach Markkleeberg zu locken, längst habe sich rumgesprochen, dass die vornehmlich ältere Kundschaft mehr schaut denn kauft. Als Nachteil erweise sich auch der City-Tunnel: "In zehn Minuten sind die Markkleeberger mit der S-Bahn auf dem Leipziger Markt. Damit können wir nicht konkurrieren."

Dabei seien inzwischen viele anfängliche Probleme gelöst worden. "Wir haben lange Diskussionen wegen des Zustellens von Schaufenstern geführt. Im Rathaus gingen Beschwerden ein, weil der ein oder andere Händler respektlos aufgetreten ist oder wegen des leidigen Falschparkens", berichtete Kaiser. Oberbürgermeister Karsten Schütze (SPD) meinte: "Unser Wochenmarkt ist definitiv besser als sein Ruf."

Überzeugen konnte er viele Stadträte nicht. Wie so oft schon wurde über eine Verlagerung auf den Rathausplatz diskutiert, ebenso über einen anderen Wochentag. Wobei Kaiser zu bedenken gab, dass der Dienstag statistisch gesehen in der Region der zweitbeste sei. Während Annett Zange (CDU) keinen Hehl daraus machte, dass sie nichts dagegen habe, wenn der Wochenmarkt eingestellt wird, plädierte Fraktionskollege Christian Funke dafür, das Thema im Ausschuss für strategische Stadtentwicklung gezielt anzugehen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 26.11.2014
Ulrike Witt

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