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Markkleeberg "Unsere Nachbarn würden wir gern mitnehmen"
Region Markkleeberg "Unsere Nachbarn würden wir gern mitnehmen"
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14:32 19.05.2015
Der Wegweiser kommt mit. Das steht für Stefan Krehl vom Seehaus fest. Quelle: André Kempner

Am Hainer See läuft nach Aussage von Stefan Krehl, Leiter des Seehauses Störmthal, das Planungsverfahren. Parallel dazu gebe es ein so genanntes Zielabweichungsverfahren, bei dem geprüft werde, ob das Seehaus in das Gesamtkonzept Nordufer Hainer See passe. Wie berichtet, sollen dort touristische Angebote wie ein Campingplatz und eine Swing-Golf-Anlage entstehen. Der Zweckverband Planung und Erschließung Witznitzer Seen, an den die Mitgliedskommunen Borna, Böhlen, Rötha, Neukieritzsch und Espenhain ihre Planungshoheit für die Seen übertragen haben, hat den Antrag für ein solches Verfahren bei der Landesdirektion eingereicht. Die müsse nun die Träger öffentlicher Belange, unter anderem die Naturschutzbehörde und die Gemeinde Großpösna, befragen. "Allerdings halten wir ein Nein für nicht wahrscheinlich", erklärt Krehl.

Ist das Verfahren abgeschlossen, kann der Seehaus-Verein einen Bauantrag stellen. Wenn alles klappt, könnte im Spätsommer mit dem Bau begonnen werden. Der Entwurf für die zwei entstehenden Häuser sei bereits abgeschlossen, so Krehl.

Der Strafvollzug in freien Formen wird am Hainer See etwa doppelt so groß wie in Störmthal. 15 Jugendliche können dann ihr Leben wieder in geregelte Bahnen lenken. "In einem Haus werden die Wohngemeinschaften für die Jugendlichen und die Wohnungen für die Hauseltern entstehen, in das zweite Gebäude ziehen die Mitarbeiter mit ihren Familien ein", erläutert Krehl. Bisher würden viele Mitarbeiter wegen der beengten Verhältnisse im Lutherstift außerhalb des Seehauses leben. Zudem entstehe am neuen Standort eine Kita. Da Teile der beiden Gebäude vormontiert werden, dürften die Häuser vermutlich bis März oder April 2015 stehen. Der Leiter des Seehauses Störmthal hofft auf einen Umzug im nächsten Frühjahr. Doch bis dahin müsse der Vermieter des Areals in Störmthal, die Diakonie, die Nutzungsgenehmigung vom Landratsamt verlängern lassen.

Krehl, der gestern den mittlerweile sechsten Jugendlichen aus dem Strafvollzug entlassen konnte, sieht dem Umzug mit einem weinenden und einem lachenden Auge entgegen. "Der Enge trauern wir nicht nach, aber unsere Nachbarn würden wir gerne mitnehmen", sagt er. Sowohl die Jugendlichen als auch das Team seien im Dorfalltag integriert, "das wird uns fehlen".

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 28.02.2014
Julia Tonne

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