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Markkleeberg "Unterwegs" mit Wolfgang Blaschke
Region Markkleeberg "Unterwegs" mit Wolfgang Blaschke
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16:11 19.05.2015
Fotograf aus Leidenschaft: Der Leipziger Wolfgang Blaschke hat ständig zwei Kameras bei sich, um das Leben auf Straßen und Plätzen einzufangen. Im Markkleeberger Rathaus sind seine schwarz-weiß Motive noch bis Ende August zu sehen. Quelle: André Kempner

"Ich halte in meinen Bildern das Leben um mich herum fest. Das bereitet mir eine riesige Freude", sagt der 58-jährige Leipziger. Eigentlich komme er von der Malerei. Sein 2006 verstorbener Vater Friedrich-Wilhelm Blaschke war Dozent an der Burg Giebichenstein in Halle. "In seinem Atelier bin ich groß geworden. Die Eindrücke haben mich geprägt." Indes, er wählte nicht den geraden Weg. Studierte Mitte der Siebzigerjahre Theologie in Rostock, absolvierte eine Ausbildung zum Krankenpfleger, um in den Achtzigern doch zur Kunst zu finden. Er belegte mehrere Jahre Kurse an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden und wurde nach der Wende Theaterfotograf und Sozialarbeiter in Leipzig.

"Ich habe lange versucht, von der Fotografie allein zu leben", gesteht Blaschke. Zwischen seinem heutigen Job als Familientherapeut und seiner Passion sieht er eine entscheidende Parallele. "Beides hat etwas mit Wahrnehmung und Spiegelung zu tun. Wie in einer guten Beziehung befruchtet es sich gegenseitig. Ich mache lieber schöne Bilder, als in permanenter Abhängigkeit zu stehen, so wie es bei reinen Künstlern heutzutage üblich ist", meint Blaschke.

Wohin er auch geht, zwei Kameras hat er dabei. "Ich bin nicht auf der Jagd nach schnellen Schüssen. Ich schaue, was passiert und lasse es geschehen, ohne mich aufzudrängen." Er wolle seine Motive nicht stören, weil sich sonst automatisch Blick und Haltung veränderten. Zurückhaltend ist Blaschke auch in Sachen moderner Technik.

"Ich möchte nicht, dass eine Maschine, die ohnehin nicht alles kann, mich lenkt und leitet. Deshalb bevorzuge ich die analoge Fotografie. Im Labor kann ich den Entstehungsprozess noch selbst beeinflussen, das ist mir sehr wichtig", so Blaschke. Viele seiner Arbeiten sind schwarz-weiß, auch etliche Pflanzenmotive, die er im Rathausfoyer zeigt. "Durch die Reduktion der Farben kommt man auf den Punkt. Da ist nichts nebensächliches, nichts, was ablenkt."

Die Ausstellung "Unterwegs" ist noch bis zum 30. August im Markkleeberger Rathaus zu Gast.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 08.08.2013

Ulrike Witt

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