Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Markkleeberg Vergaben für Hortanbau in Großstädteln sorgen für Wirbel
Region Markkleeberg Vergaben für Hortanbau in Großstädteln sorgen für Wirbel
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
07:00 25.08.2016
Der Hort in Großstädteln bekommt bald einen Anbau. Quelle: Ulrike Witt
Anzeige
Markkleeberg

Der geplante Anbau für den Hort Großstädteln sorgte in der jüngsten Stadtratssitzung für Unruhe. Auslöser waren zwei Vergaben für das rund zwei Millionen Euro teure Projekt.

„Das Vertrauen in das Baugeschäft Gallasch ist seit dem juristischen Streit um die Quartiersgarage in der Schulstraße aus meiner Sicht nachhaltig gestört. Dass die Firma nun wieder von der Stadt mit dem Rohbau beauftragt werden soll, kann ich nicht nachvollziehen“, erklärte der Fraktionsvorsitzende der Linken, Dieter Bormann. Vergaberechtlich gebe es keinen Grund für einen Ausschluss, betonte Bauamtsleiter Klaus Hartig. „Wir können doch niemanden ein Leben lang nicht berücksichtigen, bloß weil ihm vor Jahren einmal etwas nicht gelungen ist. Die Firma hat zwischenzeitlich mehrfach den Nachweis erbracht, dass sie technisch und kostenseitig korrekt arbeitet“, so Hartig. Der Stadtrat entschied sich denn auch mehrheitlich, dem Baugeschäft aus Lossatal den Auftrag über rund 197 000 Euro zu erteilen.

Vertagt wurde die Vergabe der Tischlerarbeiten für Türen und Fenster. Der Auftrag über 107 000 Euro sollte an die Bau- und Möbeltischlerei Fiedler nach Chemnitz gehen. CDU-Stadtrat Andreas Hesse, selbst Inhaber einer Bauglaserei und 2007 beim Bau des Großstädtelner Hortes eingebunden, unterstellte nachträgliche Änderungen im Leistungsverzeichnis. „Eine öffentliche Ausschreibung, bei der 13 Firmen Unterlagen abfordern und nur vier Angebote abgeben, da stimmt was nicht.“ Die Anbieter hätten nicht umsonst Bedenken wegen der übergroßen Fenster geäußert. Hesse plädierte für eine Neuausschreibung. Dies habe aber nichts mit seiner Firma zu tun. Er hatte kein Angebot abgegeben.

Bauamtschef Hartig versicherte: „Das ist ein ganz reguläres Verfahren. Es gibt überhaupt keinen Grund für eine Neuausschreibung, aber der Vorwurf muss aus der Welt geräumt werden.“ Er empfahl, dem von CDU-Stadtrat Gerhard Pötzsch gestellten Antrag auf Vertagung zuzustimmen. Nun geht die Vorlage noch einmal in den Technischen Ausschuss, werde dort im Beisein der Vergabestelle diskutiert. Auswirkungen auf den Baustart soll es nicht geben. „Wir beginnen wie geplant in den nächsten Tagen mit der Baustelleneinrichtung“, so Hartig.

Von Ulrike Witt

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Bei einem Unfall am Highfield-Festival-Gelände ist am Mittwochabend ein Auto vollständig ausgebrannt. Eine Person wurde verletzt. Das Fahrzeug kollidierte auf einer Zufahrtsstraße mit einem Gabelstapler.

24.08.2016

Nach den künstlerisch tätigen Musikern öffnet der malende Arzt Andreas Purschwitz jetzt seine Praxis in der Hauptstraße 8 in Markkleeberg für malende Architekten. Den Anfang macht Christiane Domke.

24.08.2016

Mehr als 500 Mieter städtischer Garagen in Markkleeberg müssen ab 1. September tiefer in die Tasche greifen. Statt 35,79 Euro werden dann monatlich 55 Euro fällig. Grundlage ist das Haushaltstrukturkonzept, das der Stadtrat im November 2015 beschlossen hatte.

23.08.2016
Anzeige