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Markkleeberg Verkehrschaos am Hafen Zöbigker: Neues Konzept soll es richten
Region Markkleeberg Verkehrschaos am Hafen Zöbigker: Neues Konzept soll es richten
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14:03 19.05.2015
Die Hafenstraße ist das Nadelöhr bei der Erschließung von Pier 1. Quelle: André Kempner

Ein Grundstücksbesitzer wehrt sich jetzt, hat vor Gericht ein Normenkontrollverfahren gegen die zweite Änderung des Bebauungsplanes Zöbigker Winkel angestrengt.

"Die Hafenstraße als einzige Erschließungsstraße zum Zöbigker Hafen ist ein Nadelöhr. Das wissen wir. Deshalb hat der Stadtrat 2014 auch einen Aufstellungsbeschluss für den B-Plan An der Hafenstraße gefasst", erklärt Oberbürgermeister Karsten Schütze (SPD). Mit diesem soll der ruhende und fließende Verkehr in Zöbigker komplett neu geordnet werden. Und zwar für Fußgänger, Radler, Autofahrer und Busse.

"Ursprünglich waren im Zöbigker Hafen nicht so viele Nutzungen und auch nicht so viele Parkplätze vorgesehen", sagt Schütze in Richtung Pier 1-Betreiber Christian Conrad. Die Stadt habe nun Not, die verkehrliche Erschließung an die zum Teil illegal entstandenen Nutzungen anzupassen. Letztlich sei das aber nichts anderes, als was die Stadt Leipzig jetzt nach 15 Jahren Cospudener See am Nordstrand mache (die LVZ berichtete).

"Die Situation ist unbefriedigend und muss unabhängig von der Klage geklärt werden", sagt Schütze. Schnelle Lösungen könne es indes nicht geben, vertröstet der 48-Jährige, wie einst schon Amtsvorgänger Bernd Klose. "Das Problem muss komplex mit einem Verkehrskonzept angegangen werden", so der Rathauschef. Ein Dresdner Planungsbüro sei bereits mit der Erarbeitung beauftragt, im Laufe dieses Jahres soll das Konzept vorliegen. "Bis Juni finden umfangreiche Verkehrszählungen statt, die einfließen sollen", berichtet Schütze.

Bis der B-Plan An der Hafenstraße vom Stadtrat verabschiedet und umgesetzt ist, werden laut Oberbürgermeister noch mindestens zwei bis drei Jahre vergehen; bis sich die gesamte Situation entspannt, wohl noch weitere Jahre. "Änderungen vorzunehmen, dazu gehört auch die geplante Erweiterung des Waldparkplatzes inklusive einer Buswendeschleife, ist sehr aufwändig", betont er, "was uns aber nicht daran hindert, im Ergebnis der Verkehrskonzeption erste verkehrsorganisatorische Maßnahmen vorzuziehen." So die bessere Ausschilderung von Parkflächen.

Versprochen wurde dies den Anwohnern bereits vor Jahren. Damals gab es schon mal eine Befahrung durch die Verwaltung, Stadträte und betroffene Bürger. Geändert hat sich bis dato nichts. Jetzt ist die Lage anders: "Die Klage setzt uns zeitlich unter Druck", gesteht Oberbürgermeister Schütze.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 31.03.2015
Ulrike Witt

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